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Konbini: 7-Eleven beendet Zahlungssystem 7pay komplett

Nachdem 7-Eleven sein 7pay-System wegen eklatanter Sicherheitslücken mit geschädigten Nutzern binnen einer Woche stoppen musste, wird die japanische Konbini-Kette das gesamte System einstellen. Die über 800 um Geld betrogenen Nutzer wurden entschädigt.

Artikel veröffentlicht am ,
7-Eleven stellt 7pay ein.
7-Eleven stellt 7pay ein. (Bild: Charly Triballeau/AFP/Getty Images)

Das japanische Zahlungssystem 7pay wird vollständig aufgegeben. Der Grund dürfte im massiven Schaden in der öffentlichen Wahrnehmung liegen. Die japanische Konbini-Kette 7-Eleven hatte versucht, mit 7pay ein neues Zahlungssystem auf Basis von QR-Codes einzuführen, dabei allerdings die Sicherheit stark vernachlässigt. Das machte es Angreifern bereits am ersten Tag leicht, die Nutzer um Geld zu betrügen. Als Folge wurde das System nach nur einer Woche eingestellt.

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Erst am 30. Juli 2019 wurde zudem ein Passwort-Reset bei Nutzern vorgenommen. Wie viele Nutzer das betraf, sagte 7-Eleven nicht. Am heutigen 1. August entschied sich die Seven Holding, das System komplett aufzugeben. Das geschieht aber nicht sofort: Abgeschaltet wird das System nach derzeitigem Stand am 30. September. Bis dahin nicht genutztes Guthaben wird zurückerstattet. Die genauen Details werden noch bekanntgegeben.

Details nennt 7-Eleven hingegen schon zum entstandenen Schaden. Festgestellt wurden die finalen Zahlen bereits Mitte Juli und haben dennoch den Stand vom 31. Juli 2019, 17 Uhr (Japan-Zeit), da keine weiteren Fälle hinzukamen. Insgesamt wurden 808 Nutzer angegriffen, eine vergleichsweise kleine Summe. Dafür ist der Schaden aber erstaunlich hoch: Er wird mit 38.615.473 japanischen Yen beziffert, also etwa 320.000 Euro. Im Schnitt wurde jeder Nutzer also um fast 400 Euro betrogen. Der Wert ist so hoch, dass konventionelle Sicherheitsmaßnahmen eigentlich hätten greifen müssen.

Die Aufgabe von 7pay dürfte für das Unternehmen abseits des Schadens in der Öffentlichkeit keine großen Auswirkungen haben. 7-Eleven hat eigentlich ein eigenes Zahlungssystem in Japan. Die Nanaco-Karte arbeitet wie viele Zahlungskarten in Japan auf Grundlage von Sonys Felica-Chips als kontaktloses Zahlungsmittel. Diese Karten sind in Japan weit verbreitet, und es herrscht ein großer Konkurrenzkampf. Die bekanntesten Karten dürften die Suica, Pasmo oder Icoca sein, die über die Verkehrsbetriebe ausgegeben werden und in großen Teilen Japans genutzt werden können.

7-Eleven ist in Japan, aber auch in Ländern wie den USA oder Dänemark durch seine Mini-Märkte bekannt. Sie sind eine Mischung aus einem kleinen Lebensmittelladen und einem Imbiss, der die wichtigsten Bedürfnisse des Alltags abdeckt. In Japan gibt es solche Konbini genannten Läden an fast jeder Ecke. Sie sind auch zu später Nacht noch offen. Dadurch ist das Unternehmen in der Lage, großflächig Produkte einzuführen. In Deutschland gibt es keine vergleichbare Kette. Eine gewisse Ähnlichkeit haben die unabhängigen Spätis, deren Produktangebot in der Regel aber sehr viel kleiner ist.

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Kurohyou 02. Aug 2019

Ich hoffe, dass sich in Japan diese 3. Welt-Lösungen mit QR-Codes nicht durchsetzen...


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