Komprimierung: Dropbox macht Jpeg-Bilder um fast ein Viertel kleiner
Für ein Unternehmen wie Dropbox, das Millionen von Dateien seiner Nutzer vorhalten muss, ist Speicherplatz eine besonders kritische und teure Ressource. Dropbox investiert deshalb in unterschiedliche Bereiche der Komprimierung, um die Daten möglichst klein zu halten. Mit Lepton stellt das Unternehmen ein Open-Source-Werkzeug bereit(öffnet im neuen Fenster), das Jpeg-Bilder signifikant verkleinern soll.
Dropbox selbst spricht davon, dass die Bilder dabei um durchschnittlich 22 Prozent verkleinert würden. Das Unternehmen habe das Werkzeug selbst zur Komprimierung von 16 Milliarden Bilder genutzt und so mehrere Petabyte Speicherplatz einsparen können. Eine Statistik von soll Dropbox zeigen, dass Lepton eine Verkleinerungsrate von ungefähr 20 Prozent oder etwas mehr auch über verschiedene Bildgrößen hinweg erreichen kann.
Arithmetische Kodierung für weniger Platzverbrauch
Lepton ist anders als Jpeg selbst nicht dazu gedacht, das sichtbare Bild zu verkleinern, was bei Jpeg etwa zu den bekannten Artefakten führen kann. Das Werkzeug ist vielmehr darauf ausgelegt, die für die Bildinformation benötigten Daten selbst durch einen besonderen Kodierungsansatz zu verkleinern. Dropbox vergleicht das Ausgangsmaterial mit der Ausgabe nach einem Kodier-Dekodier-Vorgang und speichert das "verkleinerte" Bild nur dann, falls die Eingabe der Ausgabe des Decoders bitweise gleicht.
Zur eigentlichen Komprimierung verwendet Lepton eine arithmetische Kodierung(öffnet im neuen Fenster), die auch das freie VP8-Videoformat nutzt. Als Kontextinformationen für die Kodierung werden Vorhersagen der Koeffizienten einzelner Jpeg-Blöcke genutzt.
Der Quellcode zu Lepton steht auf Github(öffnet im neuen Fenster) unter der Apache-2.0-Lizenz bereit.
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