Kompressionsverfahren: Dropbox portiert Brotli auf Rust

Dropbox nutzt das von Google initiierte Kompressionsverfahren Brotli für seinen Dienst. Um die Sicherheit garantieren zu können, setzt Dropbox dabei auf die Programmiersprache Rust statt C.

Artikel veröffentlicht am ,
Namensgeber für den Algorithmus sind Brötchen oder auf Schweizerdeutsch: Brötli.
Namensgeber für den Algorithmus sind Brötchen oder auf Schweizerdeutsch: Brötli. (Bild: Oliver Hallmann/CC-BY 2.0)

Mit dem Kompressionsverfahren Brotli will Google einen neuen Webstandard etablieren, der Daten enger packt als Gzip mit dem Deflate-Algorithmus. Die Browser Chrome, der darauf aufbauende Opera und Firefox unterstützen das Verfahren bereits. Dropbox berichtet nun in seinem Techblog, ebenfalls Brotli einzusetzen. Dafür werde auch eine Portierung in der Programmiersprache Rust verwendet.

Stellenmarkt
  1. Consultant Networking Security (w/m/d)
    ORBIT Gesellschaft für Applikations- und Informationssysteme mbH, Bonn
  2. IT-Professional - Systemadministrator (m/w/d)
    Polizeipräsidium Oberbayern Nord, Ingolstadt
Detailsuche

Durch einige Anpassungen an die speziellen Bedürfnisse von Dropbox, das hauptsächlich zum Speichern von Bildern und Videos genutzt wird, könnten durch Brotli im Vergleich zu Gzip 4,4 Prozent Bandbreite eingespart werden. Die Anpassungen an Brotli dienen vor allem dazu, Geschwindigkeitssteigerungen bei der Kompression zu erreichen. Dadurch soll das Packen und Versenden der Daten zusammen auch bei einer sehr schnellen Internetverbindung weniger Zeit in Anspruch nehmen als das Versenden der Rohdaten.

Google hatte Brotli ursprünglich vor allem für Inhalte konzipiert, die sich nur wenig ändern und dann massenhaft versendet werden, was für die meisten Webseiten gilt. Der Zeitaufwand für das Packen der Daten spielt hier relativ gesehen keine große Rolle. Dropbox hat sich darüber hinaus beim Dekomprimieren für einen eigenen Weg entschieden und den in C geschriebenen Referenzcode nach Rust portiert.

Rust bringt Sicherheit

Begründet wird der Port damit, dass der C-Code zwar schnell sei, aber zu groß sei, um sicher beweisen zu können, dass er zwei andere wichtige Eigenschaften auch erfülle: Er müsse deterministisch sein - die gleichen Bytes sollen zum gleichen Output führen - und sicher. Rust biete allerdings beide dieser Eigenschaften, so dass sich Angreifer keinen Zugang auf die Dropbox-Systeme verschaffen könnten, indem speziell vorbereitete Datenpakete versendet würden.

Golem Karrierewelt
  1. Adobe Premiere Pro Grundkurs: virtueller Zwei-Tage-Workshop
    19./20.01.2023, Virtuell
  2. IT-Sicherheit: (Anti-)Hacking für Administratoren und Systembetreuer: virtueller Drei-Tage-Workshop
    28.-30.06.2023, Virtuell
Weitere IT-Trainings

Darüber hinaus biete Rust eine Leistung, die den Ansprüchen von Dropbox gerecht werde und nicht mehr Speicher benötige als etwa bei C. Ebenso werde für das Entpacken der Daten eine festgelegte Grenze an Speicher nicht überschritten, wofür eine eigene Funktion zur Speicherzuweisung entstanden sei. Diese Vorteile und einige weitere Kriterien überwiegen laut Dropbox die Tatsache, dass der Rust-Code etwas langsamer ist als sein C-Pendant.

Bitte aktivieren Sie Javascript.
Oder nutzen Sie das Golem-pur-Angebot
und lesen Golem.de
  • ohne Werbung
  • mit ausgeschaltetem Javascript
  • mit RSS-Volltext-Feed


Hello_World 02. Jul 2016

Ob das LLVM-Backend gut optimierten Code erzeugen kann, hängt auch von der Intermediate...

[gelöscht] 30. Jun 2016

tf (Golem.de) 30. Jun 2016

Hallo, tatsächlich ist bei der Textkorrektur einiges schiefgegangen. Dafür entschuldigen...

masterx244 30. Jun 2016

Das von Goolge initiierte Kompressionsverfahren... Sollte wohl Google heißen :P Und: der...



Aktuell auf der Startseite von Golem.de
Oliver Blume
VW verwirft Trinity-Modell und plant nochmal neu

VWs Ingenieure müssen den Trinity neu planen, weil das Design bei der Konzernspitze durchgefallen ist. Zudem gibt es eine neue Softwarestrategie.

Oliver Blume: VW verwirft Trinity-Modell und plant nochmal neu
Artikel
  1. Bedenken zu Microsoft 365: Datenschützer will mit Wirtschaft über Office-Software reden
    Bedenken zu Microsoft 365
    Datenschützer will mit Wirtschaft über Office-Software reden

    Bei den Gesprächen könnte herauskommen, dass Microsoft 365 nicht mehr verwendet werden darf.

  2. Smart-TV: Google veröffentlicht Android TV 13
    Smart-TV
    Google veröffentlicht Android TV 13

    Bisher haben die meisten Smart-TVs und Streaminggeräte mit Googles TV-Betriebssystem noch nicht einmal ein Update auf Android TV 12 erhalten.

  3. Soziale Netzwerke: Liken bei Hasspostings kann strafbar sein
    Soziale Netzwerke
    Liken bei Hasspostings kann strafbar sein

    Facebook-Nutzer, die nicht davor zurückschrecken, diskriminierende oder beleidigende oder Postings zu liken, sollten sich das gut überlegen. Denn das Drücken des Gefällt-mir-Buttons kann hier erhebliche rechtliche Folgen haben.
    Von Harald Büring

Du willst dich mit Golem.de beruflich verändern oder weiterbilden?
Zum Stellenmarkt
Zur Akademie
Zum Coaching
  • Schnäppchen, Rabatte und Top-Angebote
    Die besten Deals des Tages
    Daily Deals • PS5-Bundle vorbestellbar • SanDisk Extreme PRO 1TB 141,86€ • Amazon-Geräte bis -53% • Mindstar: Alphacool Eiswolf 2 AiO 360 199€, AMD-Ryzen-CPUs zu Bestpreisen • Alternate: WD_BLACK P10 2TB 76,89€ • Advent-Tagesdeals bei MediaMarkt/Saturn • Thrustmaster Ferrari GTE Wheel 87,60€ [Werbung]
    •  /