Kompressionsverfahren: Brotli bringt Dropbox 20 Prozent kleinere Dateien
Das von Google-Entwicklern erstellte Kompressionsverfahren mit dem Namen Brotli soll eine moderne Alternative zu dem bisher im Web vorherrschenden Gzip zum Komprimieren von Daten bieten. Wie Dropbox in seinem Techblog(öffnet im neuen Fenster) schreibt, hat die Verwendung von Brotli im Vergleich zu Gzip für die Webseiteninhalte von Dropbox zu einer Reduktion der Datengröße um durchschnittlich 20 Prozent geführt.
Diese Zahlen beschränken sich zunächst auf statische Inhalte der Seite wie etwa Javascript- oder CSS-Dateien. Darüber hinaus schreibt Dropbox, dass diese starke Komprimierung je nach Betrachtungsweise wegen anderer Beschränkungen oder Optimierungen nicht auch zu einer Reduktion von 20 Prozent der Zeit zum Übertragen der Daten selbst führt.
Dennoch bietet die Verwendung von Brotli Vorteile. Diese gelten etwa für "unregelmäßige Nutzer der Webseite, vor allem bei WLAN-Verbindungen mit hohen Paketverlustraten oder kostspieligen Datenverbindungen im Mobilfunk" . Außerdem setzt Dropbox für Brotli nach eigenen Angaben auf Pre-Komprimierung, was heißt, der auszuliefernde Code wird beim Bauen der statischen Pakete direkt komprimiert. Dadurch wurde die notwendige CPU-Last zum Ausspielen der Dateien ins Web entfernt, was wiederum die gesamte CPU-Last um 15 Prozent verringerte.
Die Brotli-Technik soll künftig bei der IETF standardisiert(öffnet im neuen Fenster) werden. Sie wird bereits im Chrome-Browser sowie im Firefox-Browser unterstützt. Die kommende Version des Microsoft-Browsers Edge soll Brotli ebenfalls unterstützen. Weitere Details zur Vorgehensweise bei der Verwendung von Brotli finden sich in dem Blog von Dropbox.
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