Komplett-PC: In Nvidias Battleboxen steckt AMDs Ryzen

Seit 2013 vertreibt Nvidia gemeinsam mit auswählten Partnern die Geforce-GTX-Battleboxen. Das sind Fertigsysteme, bei denen die Basis-Hardware vorgegeben ist, die restliche Ausstattung obliegt dem Hersteller. Die aktuelle Generation weist ein Novum auf: Erstmals können auch Prozessoren vom AMD statt nur Modelle von Intel verbaut werden. Für Nvidia hat das keine Nachteile.
Der GPU-Entwickler verdient vor allem durch den Verkauf von Geforce-Grafikkarten im Consumer-Segment sein Geld, denn x86-CPUs und dazugehörige Nforce-Chipsätze hat Nvidia nie angeboten oder vor einigen Jahren eingestellt. Und wenn die Battleboxen verstärkt nachgefragt werden, weil AMDs neue Ryzen-Prozessoren in ihnen stecken, dann profitiert Nvidia davon.


In den als Essential bezeichneten Battleboxen fordert Nvidia mindestens einen Ryzen 5 – also etwa den von uns getesteten R5 1500X mit vier oder den R5 1600X mit sechs Zen-Kernen. Hinzu kommen mindestens 8 GByte DDR4-RAM und eine Geforce GTX 1060 mit 6 GByte Videospeicher. Das Modell mit 3 GByte darf nicht verbaut werden, da es langsamer ist und häufiger Ruckler auftreten können. Windows 10 muss auf einer SSD installiert sein.
Bei den Ultimate-Battleboxen schreibt Nvidia einen Ryzen 7 vor – also einen 1800X oder 1700(X) , die alle acht Kerne aufweisen. Der Arbeitsspeicher muss 16 GByte an Daten oder mehr fassen. Als Grafikkarte definiert der Hersteller eine Geforce GTX 1080 Ti , das nach der Titan XP derzeit zweitschnellste Modell. Auch bei den Ultimate-System wird Windows 10 auf einer SSD eingesetzt.
Verkauft werden die beiden Battleboxen in Deutschland in unterschiedlichen Konfigurationen unter anderem von Caseking, Mifcom, One, Ultraforce und XMG. Die Essential-Variante richtet sich eher an Spieler von MOBAs oder MMO, das Ultimate-Pendant ist für 4K- oder VR-Gaming gedacht.



