Kommunikation: Samsung stellt Konzept für Satelliteninternet vor
Internet von oben: Auch der südkoreanische Konzern Samsung beschäftigt sich mit Satelliteninternet. Farooq Khan, Leiter der Entwicklungsabteilung von Samsung in den USA, skizziert, wie das umgesetzt werden könnte.
Fast zwei Drittel der Menschen auf der Welt hätten keinen Zugang zum Internet, schreibt Khan in einem Aufsatz, der auf dem Dokumentenserver Arxiv veröffentlicht(öffnet im neuen Fenster) worden ist. Mit einer Konstellation aus 4.600 Kommunikationssatelliten sei es möglich, Internet auch in die entlegenen Regionen der Erde zu bringen.
Satelliten kreisen in niedrigem Orbit
Die Mikrosatelliten sollen in eine niedrige Erdumlaufbahn (Low-Earth Orbit, Leo) geschossen werden. Das soll kurze Übertragungszeiten ermöglichen. Die meisten heutigen Kommunikationssatelliten kreisen in einem geostationären Orbit (Geostationary Earth Orbit, Geo) in 35.000 Kilometern Höhe. Die Übertragungskapazität der Satelliten soll im TBit/s-Bereich liegen. Dafür sollen die Satelliten ein breites Frequenzspektrum nutzen und zwischen verschiedenen Frequenzbändern wechseln.
Die Satellitenkonstellation soll dazu ausgelegt sein, das Datenaufkommen Ende der 2020er-Jahre zu beherrschen. Dieses soll laut Khan bei 200 Gigabyte im Monat pro Person liegen. Bei einer Weltbevölkerung von fünf Milliarden Menschen mache das ein Zettabyte pro Monat. Einen Zeitplan, in dem das Projekt umgesetzt werden könnte, nennt Khan nicht.
Oneweb und SpaceX planen auch ein Satelliteninternet
Neu ist das alles nicht : Das US-Unternehmen Oneweb will zusammen mit dem Raumfahrtunternehmen Virgin Galactic eine Konstellation von Kommunikationssatelliten aufbauen – ebenfalls im Leo. Auch das US-Raumfahrtunternehmen SpaceX arbeitet – mit finanzieller Unterstützung von Google – an so einem Projekt. Die ersten Satelliten will SpaceX im kommenden Jahr ins All schießen .
Weniger hoch hinaus wollen Google und Facebook: Das soziale Netzwerk will Drohnen einsetzen , um das Internet in entlegene Regionen zu bringen. Google dagegen setzt auf Ballons .
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