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Apps funktionieren auch ohne Internet-Verbindung

Die Daten wurden schließlich bereits gesammelt und können in einigen Ländern auch ohne richterliche Genehmigung abgerufen werden. Hinzu kommt, dass der Code nicht nur in einer auf dem Smartphone installierten App untergebracht sein muss, sondern sich auch über eine infizierte Webseite auf dem Gerät des Angegriffenen ausführen lässt.

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Im ständig wachsenden IoT-Bereich könnten zudem ungewollt Funktionen durch Ultraschalltöne ausgelöst werden, die aus dem Raum nebenan oder von außerhalb eines Gebäudes gesendet werden. Die Implementation dieser Funktion in einer App ist für die Entwickler uneingeschränkt möglich. Der Nutzer wird bei der Installation, beispielsweise auf dem Smartphone, lediglich nach den Zugriffsrechten für das Mikrofon gefragt. Wird dies bestätigt, kann die Anwendung auch ohne Internetverbindung Signale registrieren und beim nächsten Onlinezugang an den Hersteller senden. Das Tracking des Nutzers wäre somit auch im Flugzeugmodus und unter der Deaktivierung aller Standortfunktionen möglich. Auch ist nicht auszuschließen, dass eine Anwendung mit vollem Zugriff auf das Mikrofon einfach alles aufzeichnet, was der User von sich gibt.

Sicherheitshalber sollten Nutzer Apps wie Silverpush, Lisnr und Shopkick meiden. Wie bereits erwähnt, ist das aber nicht immer so einfach. Zumindest sollte der Anwender sich genau überlegen, für welche Apps er sein Mikrofon freigibt.

Es soll nicht unerwähnt bleiben, dass es auch immer mehr sinnvolle Anwendungen mit Ultraschall-Beacons gibt, bei denen es nicht in erster Linie um Gewinnmaximierung geht, zum Beispiel Apps, bei denen Besucher eines Museums oder einer Galerie vor jedem Exponat mit dazu passenden Informationen auf ihrem Smartphone versorgt werden.

Die mittlerweile deaktivierten Dash-Buttons von Amazon sendeten ihr Signal ebenfalls über einen Audio-Beacon. In interaktiven Shows ist es zudem möglich, die Smartphones der Nutzer beispielsweise für Lichteffekte mit einzubeziehen, wobei die Ansteuerung ebenfalls über akustische Signale erfolgt.

Standardisierung würde mehr Sicherheit bringen

Um gute von schlechten Anwendungen zu unterscheiden, sollte aber eine Standardisierung her. Das gäbe sowohl Entwicklern als auch Nutzern deutlich mehr Sicherheit. Zum einen würden einheitliche Programmbestandteile insofern die Sicherheit erhöhen, als dass nicht jeder Programmierer selbst etwas schreiben müsste, und zum anderen ließen sich Apps mit dieser Technik schnell und eindeutig ausfindig machen und so auch unabhängig von Hersteller kennzeichnen.

Einen ersten Schritt hat Google mit Google Nearby bereits getan. Entwickler können dessen API nutzen, um standortbasierte Dienste in ihren Anwendungen zu implementieren. Dabei werden auch Ultraschallsignale unterstützt, so dass Unternehmen keinen eigenen Code dafür aufsetzen müssen. Während Google Nearby seit dem 6. Dezember 2018 keine Benachrichtigungen mehr an Nutzer aussendet, bleiben die Funktionen verfügbar und Anbieter können die Benachrichtigung über ihre eigenen Apps ausspielen - also smartphonetypische Einblendungen wie SMS-, Whatsapp- oder Facebook-Benachrichtigungen.

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 Kommunikation per Ultraschall: Nicht hörbar, nicht sichtbar, nicht sicher
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MancusNemo 12. Feb 2020

Apps können gar keien Aufnahme mehr machen, wenn die App nicht im Vordergrund ist oder...

Urbautz 03. Feb 2020

Vor allem wenn man grade mal seine Ruhe haben will.

M.P. 03. Feb 2020

In der Allgemeinheit mag ich der Regulierung von Schallwellen nicht abschwören...

M.P. 03. Feb 2020

Prinzipiell hat man natürlich kein Geld für einen hochwertigen Tiefpassfilter - und bei...

ashahaghdsa 03. Feb 2020

Hä? Dann habe ich die Verwendung falsch verstanden. Ich dachte die App zeichnet auf, wer...


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