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Kommunen: United-Internet-Chef wirbt für gemeinsames 5G-Netz

United Internet und 1&1 Drillisch treten für ein gemeinsames 5G-Netz von Kommunen und Unternehmen ein. Doch die Gründe dafür nennen sie nicht.

Artikel veröffentlicht am ,
Konzernsitz in Montabaur
Konzernsitz in Montabaur (Bild: United Internet)

Der Chef von United Internet und 1&1 Drillisch möchte den Ausbau des nächsten Mobilfunkstandards 5G durch eine Kooperation mit Gemeinden und anderen Dienstleistern vorantreiben. Das erklärte Ralph Dommermuth dem Handelsblatt. Bei einem solchen gemeinsamen Investitionsmodell könnten die Städte und Kommunen die Flächen für die Antennen zur Verfügung stellen, Dienstleister die Technik aufbauen und 1&1 das Netz betreiben, das der Provider auch anderen zur Verfügung stellen würde.

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"Das sollte oft auch ohne Fördermittel funktionieren", sagte Dommermuth. "Egal wie, mit einem solchen Modell könnten die Gemeinden ihr digitales Schicksal selbst bestimmen und müssten nicht darauf warten, dass wir oder andere Netzbetreiber entscheiden, bei ihnen auszubauen."

Zugriff auf 5G

Durch die Übernahme des Mobilfunkproviders Drillisch für über zwei Milliarden Euro hat United Internet garantierten Zugriff auf bis zu 30 Prozent der Kapazität der Mobilfunknetze von O2 und E-Plus. Im Geschäftsbericht des Unternehmens fand sich die Aussage: "Wir haben die Option, Full MVNO (Mobile Virtual Network Operator) oder sogar MNO (Mobile Network Operator) zu werden." Doch die Telefónica Deutschland plant einen späten 5G-Ausbau, daher steht United Internet unter Druck, Zugriff auf 5G-Netze zu bekommen.

Auch beim Glasfaserausbau setzt der United-Internet-Chef auf gemeinsame Investitionen. "Wir haben vor einiger Zeit vorgeschlagen, die Glasfaser-Investitionen der Telekommunikationsunternehmen zu bündeln", sagte er. Das funktioniere aber nur, wenn alle mitmachen oder sich zumindest bereiterklären, ein gemeinsames Netz angemessen zu nutzen, betonte Dommermuth. Man benötige in der Regel mindestens 40 Prozent der versorgten Haushalte für eine rentable Auslastung. "Auf diese Zahl kommt aufgrund ihrer Größe derzeit nur die Telekom, aber die hat schon vor längerer Zeit erklärt, den flächendeckenden Ausbau nicht alleine stemmen zu wollen." Die Ankündigung für den Glasfaserausbau auf dem Kapitalmarkttag der Telekom vergangenen Donnerstag mache deutlich: "Die Telekom will lieber ihren eigenen Weg gehen." Damit würde das Ziel der Bundesregierung, "an die Weltspitze der digitalen Infrastruktur" zu kommen, nicht erreicht.

Konzernchef Timotheus Höttges hatte auf der Hauptversammlung der Telekom im Mai erstmals konkrete Zusagen zu Fiber To The Home (FTTH) gemacht. Höttges sagte: "Ab 2021 wird die Telekom jedes Jahr rund zwei Millionen Haushalte direkt mit Glasfaser anschließen." Die Bedingung sei, dass die Politik den richtigen Rahmen setze. Das heißt: keine Regulierung bei Glasfaser.

Damit werde doppelte Verlegung vermieden, denn die Telekom wolle ihr Netz auch in Zukunft an die Konkurrenten vermieten und selbst deren neue Netze zu gleichen Konditionen mieten. Dies solle aber nicht reguliert, sondern "frei und fair verhandelt werden".

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iToms 28. Mai 2018

Tut mir leid, ich habs falsch verstanden. Ja, der Vergleich passt ziemlich gut

Vinnie 28. Mai 2018

die telekom gibt an nur Städte auszubauen und 40% der Deutschen abzuhängen trotz...

oldathen 28. Mai 2018

würde aber der Stategie von 1+1 wiedersprechen? Risiko = die anderen aber Gewinne...

M.P. 28. Mai 2018

Naja, BOS / TETRA - Netze werden schon von den Kommunen betrieben ...


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