Abo
  • IT-Karriere:

Kommunen: Breitbandbüro des Bundes sieht kein FTTH-Förderproblem

Die Probleme bei der Fördervergabe für den Breitbandausbau wischt Tim Brauckmüller vom Breitbandbüro des Bundes weg. Auch beim Hausbau werde nicht sofort gezahlt. Die Probleme liegen woanders.

Artikel veröffentlicht am ,
Tim Brauckmüller vom Breitbandbüro des Bundes
Tim Brauckmüller vom Breitbandbüro des Bundes (Bild: Breitbandbüro des Bundes)

Tim Brauckmüller vom Breitbandbüro des Bundes verteidigt die Breitbandförderung gegen die Kritik, dass das Geld kaum abgerufen werde. Er sagte am 6. Juni 2018 auf dem 9. Hessischen Breitbandgipfel in Frankfurt am Main: "Erst erfolgt die Vergabe der Aufträge, dann wird gebaut und dann erst bezahlt. Das ist ein völlig normaler Prozess." Auch beim Hausbau werde nicht sofort gezahlt.

Stellenmarkt
  1. BWI GmbH, München, Meckenheim
  2. ORBIT Gesellschaft für Applikations- und Informationssysteme mbH, Köln

Er habe überhaupt keine Sorge, dass das Geld nicht ausgegeben werde. "Auch bei Docsis 3.1 stehen Baumaßnahmen dahinter. Das alles braucht Zeit", sagte Brauckmüller mit Blick auf die notwendigen Nodesplits der Kabelnetzbetreiber, um die versprochenen Gigabit-Datenübertragungsraten auch bieten zu können. Marco Weigand von Weigand Bau sagte auf dem Podium: "FTTH ist sehr viel schwieriger, weil es auf Privatgrund vieles abzustimmen gibt." Hier gebe es noch Verbesserungsbedarf.

Golem.de hat aus der Führung des Bundesverkehrsministeriums erfahren, dass die Gemeinden größte Probleme hätten, Tiefbaufirmen zu finden und darum der Ausbau nur sehr langsam vorangehe. Hinzu kommen sehr komplexe Förderbedingungen und langwierige Vergabeverfahren, weshalb bislang nur ein geringer Teil der gewährten Fördermittel tatsächlich verbaut wurde.

Dass die Förderung für den Breitbandausbau des Bundesverkehrsministeriums kaum abgerufen werde, ging aus der Antwort der Bundesregierung auf eine Kleine Anfrage des Grünen-Haushaltsexperten Sven-Christian Kindler hervor. Im vergangenen Jahr waren es nur rund 15 Millionen Euro von 690 Millionen Euro, die im Haushalt vorgesehen waren.

Kindler erklärte, die Antwort zeige, dass die Investitionspolitik von CDU, CSU und SPD nicht laufe. "Doch die Bundesregierung lässt das Geld liegen, das ihr der Bundestag dafür extra gegeben hat. Allein beim Breitbandausbau blieben rund 675 Millionen Euro ungenutzt."

Um Investitionen nicht nur auf dem Papier zu haben, sei eine langfristige Strategie nötig. Doch die Bundesregierung habe keinen Plan. Bereits im August 2017 hatte eine Nachfrage der Grünen ergeben, dass von den in den Jahren 2015 bis 2017 im Haushalt bereitgestellten 1,56 Milliarden Euro erst 13,9 Millionen (0,9 Prozent) abgerufen wurden.

Die vorige Bundesregierung hatte sich zum Ziel gesetzt, dass bis 2018 alle deutschen Haushalte mindestens über eine Datenübertragungsrate von 50 MBit/s verfügen. Um dieses kurzfristige Ziel zu erreichen, floss Förderung auch in Vectoring statt in FTTH und FTTB. Das versuchte das Bundesverkehrsministerium zu verschleiern, indem keine klaren Angaben dazu gemacht wurden, welchen Anteil echte Glasfaserzugänge an der staatlichen Förderung haben.



Anzeige
Spiele-Angebote
  1. 26,99€
  2. (-75%) 3,75€
  3. 4,99€

Prokopfverbrauch 07. Jun 2018

Ich glaube schon mittelfristig ist Gfast im Vergleich zu FTTH nicht wirtschaftlich. Es...

LostWolf 07. Jun 2018

Abstimmung durch den Gemeinderat. Also werden alle Anfragen der Provider abgelehnt eine...

bierwagenfahrer... 06. Jun 2018

Ist doch super wenn nur die großen Netzanbieter in den Topf greifen können. Die Kleinen...


Folgen Sie uns
       


LED-Projektor Viewsonic X10-4K - Test

Der Viewsonic X10-4K ist ein heller und farbtreuer 4K-Projektor - und kann einen Smart-TV ersetzen.

LED-Projektor Viewsonic X10-4K - Test Video aufrufen
Ursula von der Leyen: Von Zensursula zur EU-Kommissionspräsidentin
Ursula von der Leyen
Von "Zensursula" zur EU-Kommissionspräsidentin

Nach der "Rede ihres Lebens" hat das Europäische Parlament am Dienstagabend Ursula von der Leyen an die Spitze der EU-Kommission gewählt. Die Christdemokratin will sich in ihrem neuen Amt binnen 100 Tagen für einen Ethik-Rahmen für KI und ambitioniertere Klimaziele stark machen. Den Planeten retten, lautet ihr ganz großer Vorsatz.
Ein Bericht von Justus Staufburg

  1. Adsense for Search Neue Milliardenstrafe gegen Google in der EU

iPad OS im Test: Apple entdeckt den USB-Stick
iPad OS im Test
Apple entdeckt den USB-Stick

Zusammen mit iOS 13 hat Apple eine eigene Version für seine iPads vorgestellt: iPad OS verbessert die Benutzung als Tablet tatsächlich, ein Notebook-Ersatz ist ein iPad Pro damit aber immer noch nicht. Apple bringt aber endlich Funktionen, die wir teilweise seit Jahren vermisst haben.
Ein Test von Tobias Költzsch

  1. Tablets Apple bringt neues iPad Air und iPad Mini
  2. Eurasische Wirtschaftskommission Apple registriert sieben neue iPads
  3. Apple Es ändert sich einiges bei der App-Entwicklung für das iPad

Transport Fever 2 angespielt: Wachstum ist doch nicht alles
Transport Fever 2 angespielt
Wachstum ist doch nicht alles

Wesentlich mehr Umfang, bessere Übersicht dank neuer Benutzerführung und eine Kampagne mit 18 Missionen: Das Schweizer Entwicklerstudio Urban Games hat Golem.de das Aufbauspiel Transport Fever 2 vorgestellt - bei einer Bahnfahrt.
Von Achim Fehrenbach

  1. Mordhau angespielt Die mit dem Schwertknauf zuschlagen
  2. Bus Simulator angespielt Zwischen Bodenschwelle und Haltestelle
  3. Bright Memory angespielt Brachialer PC-Shooter aus China

    •  /