Kommt sie doch?: Die RTX 4090D soll noch im Dezember vorgestellt werden

Die Grafikkarte soll nicht unter die US-Exportbeschränkungen fallen und deshalb in China verkauft werden dürfen. Trotz Warnung der Handelsministerin.

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Von den Shader-Einheiten der AD-102-GPU müsste Nvidia rund 16 deaktivieren.
Von den Shader-Einheiten der AD-102-GPU müsste Nvidia rund 16 deaktivieren. (Bild: Nvidia)

Laut Wccftech hat Nvidia trotz Warnung des US-Handelsministeriums eine neue Variante der Geforce RTX 4090 (Test) speziell für den chinesischen Markt entwickelt. Dabei soll eine GPU mit weniger Ausführungseinheiten eingesetzt werden, um unterhalb der Vorgaben für die maximale Rechenleistung für genehmigungspflichtige Exporte zu bleiben.

Statt der AD-102-300-A1-GPU mit 16.384 Shader-Einheiten soll es eine kleinere Variante namens AD-102-250 geben. Das US-Handelsministerium gibt vor, dass die Grafikkarte eine TPP (Total Processing Power) von nicht mehr als 4.800 Punkten haben darf. Diese wird mit der Rechenleistung in TFLOPS mal Länge der Instruktion in Bits berechnet. Eine Geforce RTX 4090 kommt in INT8 damit auf 660,8 x 8 = 5.286,4.

Geht man von einer unveränderten Taktrate aus, müsste eine AD-102-250-GPU rund zehn Prozent weniger Ausführungseinheiten haben. Mit 112 SMs (Shader Multiprocessor) käme man auf 14.336 Shader-Einheiten, was die Rechenleistung unter den geforderten Wert drücken würde. Tomshardware geht sogar von 108 SMs aus.

Die Handelsministerin könnte das letzte Wort haben

Aus diesem Grund soll die angeblich als Geforce RTX 4090D (Dragon) erscheinende Grafikkarte auch eine auf 425 Watt verringerte TDP und keine Möglichkeiten zur Übertaktung bieten. Die Speicherausstattung könnte hingegen identisch zur bisherigen RTX 4090 bleiben, da weiterhin ein 384-Bit-Interface vorhanden ist.

Sollte die Karte tatsächlich in dieser Form erscheinen, wird sich zeigen, ob US-Handelsministerin Gina Raimondo ihre Drohung ernst gemeint hat. Sie forderte die Industrie dazu auf, keine Produkte zu entwickeln, die eine festgelegte Grenze gezielt umgehen und dabei dennoch KI-fähig sind. Dabei drohte sie damit, diese Produkte in diesem Fall "am nächsten Tag" in die Exportkontrollgesetze aufzunehmen. Was Hersteller anders machen sollen, als die Regeln zu lesen und sich daran zu halten, ließ sie jedoch offen.

Sollte das US-Handelsministerium unzufrieden über die neue Grafikkarte sein, könnte es schlimmstenfalls auch die Maximalwerte für die Leistungsdichte, basierend auf Rechenleistung (TPP) geteilt durch Chipfläche, für Geforce-Produkte anwenden. Bisher sind Grafikkarten für den Endkundenmarkt davon ausgenommen. Sollten sie zukünftig ebenfalls betroffen sein, liegt das gesamte Ada-Portfolio über dem bisherigen Maximalwert und dürfte in einige Länder, darunter China, nicht mehr exportiert werden.

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