Kommission: EU-Gericht kippt Amazon-Steuernachzahlung über 250 Millionen

Die EU-Kommission fordert Steuernachzahlung von Amazon. Das EU-Gericht wies dies ab, die Kommission kann noch Berufung einlegen.

Artikel veröffentlicht am , / dpa
Die EU-Kommission verlangt von Luxemburg, Steuernachzahlungen bei Amazon durchzusetzen.
Die EU-Kommission verlangt von Luxemburg, Steuernachzahlungen bei Amazon durchzusetzen. (Bild: Thomas Samson/AFP via Getty Images)

Der weltgrößte Online-Händler Amazon hat nach einem Urteil des EU-Gerichts nicht von unerlaubten Steuervorteilen in Luxemburg profitiert. Die Richter kippten am Mittwoch eine Anordnung der EU-Kommission, nach der Luxemburg von dem US-Konzern rund 250 Millionen Euro Steuern plus Zinsen nachfordern soll.

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Nach Auffassung des Gerichts habe die Kommission rechtlich nicht hinreichend nachgewiesen, dass die Steuerlast einer europäischen Tochtergesellschaft des Amazon-Konzerns zu Unrecht verringert worden wäre, teilte ein Sprecher mit.

Die Anordnung im Fall Amazon hatte die EU-Kommission 2017 beschlossen, nachdem sie im Zuge einer Prüfung zu der Auffassung gelangt war, dass Luxemburg dem Unternehmen von Mai 2006 bis Juni 2014 wettbewerbswidrige Vorteile eingeräumt habe, um es an sich zu binden. Laut den EU-Beihilfevorschriften sind jedoch gezielte Steuervorteile für einzelne Unternehmen verboten. Unterm Strich soll Amazon auf drei Viertel seiner aus dem EU-Umsatz erzielten Gewinne keine Steuern gezahlt haben.

Schon im Jahr 2017 wies Amazon die Vorwürfe zurück: "Wir sind der Ansicht, dass Amazon keine Sonderbehandlung von Luxemburg erhalten hat und wir Steuern in vollem Einklang mit dem luxemburgischen und internationalen Steuerrecht bezahlt haben." Das Gericht der EU stützt dies nun zunächst.

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Dass die EU-Kommission das Urteil akzeptieren wird, gilt als unwahrscheinlich. Vor dem Europäischen Gerichtshof wehrt sich die Brüsseler Behörde bereits gegen ein Urteil, mit dem das EU-Gericht eine Aufforderung an Irland gekippt hat, vom iPhone-Hersteller Apple bis zu 13 Milliarden Euro an Steuern zurückzufordern. Auch im Fall Amazon hat sie ein Einspruchsrecht.

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