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Kommerzielle Raumfahrt: Russlands Recycling-Rakete kommt nicht vor 2030

2020 hatte Russland angekündigt, eine wiederverwendbare Rakete zu konstruieren, die SpaceX endlich Konkurrenz machen würde. Das dürfte aber dauern.
/ Mario Petzold
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So ähnlich dürfte auch Amur einmal aussehen. Im Bild ist Themis, der Demonstrator der Esa. (Bild: ArianeGroup)
So ähnlich dürfte auch Amur einmal aussehen. Im Bild ist Themis, der Demonstrator der Esa. Bild: ArianeGroup

Arstechnica(öffnet im neuen Fenster) hat sich auf die Suche nach Sojus-7 beziehungsweise Amur gemacht. Den Namen soll Russlands erste wiederverwendbare Raketenstufe tragen, deren Entwicklung 2020 bekanntgegeben wurde und deren Erstflug für 2026 angedacht war.

Anlass ist der immer größer werdende Kreis an Ländern und Unternehmen, die erfolgreich die erste Raketenstufe wieder landen konnten. Auch wenn der erneute Einsatz weiterhin mit erheblichem Aufwand verbunden ist, hat SpaceX als Pionier auf diesem Gebiet mittlerweile eindrücklich zeigen können, dass sich die Kosten und insbesondere die Abstände zwischen Raketenstarts mit der Technik spürbar senken lassen.

China und Japan hatten zuletzt erfolgreiche Landemanöver ausgeführt. Die Privatunternehmen Blue Origin oder Honda konnten ebenfalls zeigen, dass ihnen die praktische Umsetzung des Manövers gelungen ist. Und selbst die Esa(öffnet im neuen Fenster) arbeitet aktuell an einem Demonstrator namens Themis, benannt nach der Göttin für Sitte und Ordnung.

Auffallende Ähnlichkeiten zu Falcon 9

Roskosmos hatte geplant, eine wiederverwendbare Rakete mit zehn Tonnen Nutzlast für den niedrigen Erdorbit zu konstruieren, deren Startkosten bei umgerechnet 22 Millionen US-Dollar hätte liegen sollen. Der Start der SpaceX Falcon 9 mit ähnlicher Nutzlast soll etwa 70 Millionen Dollar kosten, bei der größeren Ariane 6 der Esa sind es deutlich über 100 Millionen.

In einem Interview mit dem Nachrichtensender RBK(öffnet im neuen Fenster) gab Dmitri Alexandrowich Baranow, Raketenentwickler bei Roskosmos, an, dass die Entwicklung eines Demonstrators für Amur, der die grundlegende Funktionsfähigkeit der Technik zeigen kann, gerade erst entwickelt wird. 2028 könnte ein erster Start erfolgen. Die geplante Höhe beträgt 1 km.

Anschließend sollen 10 km erreicht werden, wann genau ist unklar. Zum Vergleich: Selbst die Esa, die im Allgemeinen eher vorsichtig, wenn nicht gar zögerlich bei der Raketenentwicklung ist, plant Themis bis in 100 km Höhe zu befördern. Wenig verwunderlich nennt Baranow auch kein Zieldatum für den ersten Start inklusive Landung eines Prototyps in voller Größe.

Arstechnica hingegen gibt an, dass Roskosmos erste Tests der fertigen Rakete 2031 durchführen könnte, was Vertreter von Roskosmos bestätigt hätten. In der Zwischenzeit wurde zumindest das Design des Modells von Amur(öffnet im neuen Fenster) überarbeitet. Es weist jetzt eine erstaunliche Ähnlichkeit mit einer Falcon 9 von SpaceX auf.


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