Koloid: Digitalfotografie mit Chemiefilm-Anleihen
Koloid ist eine iOS-App, mit der das nasse Kollodiumverfahren(öffnet im neuen Fenster) simuliert wird, bei dem eine Glasplatte mit einem lichtempfindlichen Material überzogen, belichtet und entwickelt sowie fixiert wird.
Koloid für iOS ahmt die bei dem Herstellen der Platte entstehenden Schmiereffekte und die aus der Entwicklung resultierenden Schwarz-Weiß-Eindrücke nach. Es handelt sich dabei nicht um einen Filter, der mit einem Klick hin auf das Bild angewendet wird.
Mit dem Programm wird erst einmal ein Bild aufgenommen und dann das Bild entwickelt. Beim Fotografieren zeigt sich schnell, dass der Nutzer nicht auf Annehmlichkeiten wie Gesichtserkennung oder Blitz verzichten muss. Auf Fingerzeig wird auf einen beliebigen Bereich per Autofokus scharf gestellt.
Mit einem Schieberegler wird die Menge der Entwicklerflüssigkeit geregelt, die auf der virtuellen Fotoplatte verteilt werden soll. Die Entwicklungsflüssigkeit wird über die Platte verteilt, wobei durch Neigen des iPhones die Flüssigkeit verteilt wird. Wird sie mehrmals über dieselbe Stelle geschwenkt, wird das Bild dort dunkler. Der Anwender kann sich deshalb sicher sein, dass kein Bild dem anderen gleicht, wenn es mit dieser App aufgenommen wird.
Die Bilder können dann gespeichert oder über soziale Netzwerke beziehungsweise E-Mails verteilt werden. Eine unbearbeitete Version des Bildes wird nicht gespeichert.
Koloid(öffnet im neuen Fenster) kostet in Apples iTunes-App-Store 0,89 Euro.



