Kollaborationsserver: Nextcloud 10 verbessert Server-Administration
Nur etwa zwei Monate nach der ersten stabilen Veröffentlichung des Nextcloud-Projekts ist Version 10(öffnet im neuen Fenster) der freien Serverplattform zur Dateisynchronisation und Teamkommunikation erschienen. In der aktuellen Version des Owncloud-Forks hinzugekommen ist eine App, die verschiedene Informationen zum Server bietet und es Administratoren damit ermöglicht, die eigenen Instanzen zu überwachen.
Die Serverinfo-App bietet zusätzlich zu einer grafischen Oberfläche in der Webansicht von Nextcloud selbst eine Schnittstelle, um die verfügbaren Daten in eigene bereits bestehende Werkzeuge importieren zu können. Möglich ist diese Integration bereits in OpenNMS. Diese Funktion ist laut dem Nextcloud-Marketingverantwortlichen Jos Poortvliet auf Wunsch einer deutschen Universität erstellt worden.
Regelbasierte Dateizugriffe
Admins können mit Nextcloud 10 darüber hinaus den Zugriff auf sowie die Verwaltung von Dateien detaillierter als bisher steuern. So können Dateien auf Grund selbsterstellter Regeln automatisch getaggt werden. Über diese Tags und andere Informationen wie der Serverstandort, Nutzergruppe oder auch bestimmte Dateieigenschaften lassen sich Aktionen wie zum Beispiel eine Zugriffsverweigerung steuern.
Der Nextcloud-Server bietet über einen Plugin-Mechanismus zudem eine Zwei-Faktor-Authentifizierung und soll Login-Daten vor Brute-Force-Angriffen schützen, indem erneute Anmeldungen nach fehlgeschlagenen Versuchen verzögert werden. Das Team hat außerdem die Fähigkeiten zur eigenen Gestaltung der Oberfläche erweitert.
Noch diese Woche sollen offizielle Desktop-Clients für Windows, Mac OS X und Linux zur Verfügung gestellt werden. Einige Linux-Distributionen verteilen diesen bereits als Binärpaket.
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