Kollaboration: Nextcloud 16 nutzt Machine Learning

Die aktuelle Version 16 von Nextcloud soll die Sicherheit und das Teilen von Dateien mit Hilfe von Machine Learning verbessern. Das Projekt führt außerdem eine kleine Projektverwaltung ein und ACLs, um alte Fileserver zu ersetzen.

Artikel veröffentlicht am , Kristian Kißling/Linux Magazin/
Nextcloud 16 ist erschienen.
Nextcloud 16 ist erschienen. (Bild: Nextcloud)

Die Version 16 der freien Kollaborationsplattform Nextcloud ist erschienen. Neu ist unter anderem die Nutzung von maschinellem Lernen. Damit will das Projekt laut Ankündigung nicht nur bösartige Logins entdecken, sondern auch Empfehlungen zum Teilen von Dateien geben. Die gilt etwa für Gruppen und Menschen, mit denen Nutzer häufiger Inhalte teilen. Auch eine neue Empfehlungs-App liefert das Projekt aus. Sie weist auf Dateien und Ordner hin, die womöglich interessant sein könnten. Diese Empfehlungen basieren auf den aktuellen Aktivitäten der Nutzer.

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Der Login-Schutz funktioniert so, dass die Suspicious Login Detection App standardmäßig 60 Tage lang erfolgreiche Loginversuche überwacht und so ein Modell trainiert. Basierend auf diesen Erfahrungen schreibt das trainierte Modell später Einträge von verdächtigen Anmeldeversuchen in ein Log und informiert betroffene Benutzer sowie die Admins. Getestet wurde die App kontinuierlich auf drei Instanzen. Sie funktioniert um so genauer, je häufiger sich Nutzer vom selben Ort aus anmelden. Aufschlussreiche Hintergründe zur neuen App liefert ein Blogpost des Entwicklers.

Ersatz für traditionelle File-Server

Neue Wege, auch in Firmen Dateien zu teilen, liefern Access Control Lists (ACLs). Sie ermöglichen es Admins in klassischen Netzwerken, über eine feingranulare Rechtevergabe für Dateien, Ordner und Unterordner die Kontrolle über die Zugriffsrechte auf die einzelnen Dateien und Verzeichnisse zu behalten.

Nextcloud 16 führt diese Möglichkeit für Gruppenordner ein. Admins können mit ACLs allen Ordnern und Dateien darin spezifische Zugriffsrechte verleihen. Zu den veränderbaren Rechten gehören Lesen, Schreiben, Erzeugen, Löschen und Teilen. Mit der Funktion möchte Nextcloud einen Ersatz für traditionelle Konzepte von File-Servern wie den Netzwerkfreigaben unter Windows bieten.

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Wer viele Dateien in seine Nextcloud-Instanz schiebt, stellt mitunter fest, dass die Dateien zwar an unterschiedlichen Orten im Filesystem liegen, aber eigentlich zum selben Projekt gehören. Mit der Projects-App lässt sich nun einfacher feststellen, welche Dateien, aber auch Chats, etwa zu einem spezifischen Kunden gehören. Dazu legen Anwender ein Projekt an und ordnen dann die verschiedenen Dateien und Ordner bei Bedarf diesem Projekt zu. Das gelingt über den Bereich auf der rechten Seite der Benutzeroberfläche, in dem sich auch die Share-Optionen finden.

Mit der aktuellen Version erscheint auch Nextcloud Talk 6.0, das einige Verbesserungen bringt. So können Admins Nutzeraktionen festlegen, über die Anwender zum Beispiel Wikipedia- oder Hackernews-Artikel in den Chat integrieren können, indem sie dem Suchbegriff einfach den Befehl /wiki oder /hackernews voranstellen. Noch sind diese Aktionen für normale Nutzer etwas umständlich zu aktivieren. Admins dürften mit den dafür nötigen PHP-Befehlen aber keine größeren Probleme haben.

Im ebenfalls neu eingeführten Privacy Center lässt sich darüber hinaus nachschauen, wo die Daten der Nutzer liegen, wer Zugriff darauf hat und welche Daten die Anwender aktuell teilen. Weitere Neuerungen und Details dazu listet die ausführliche Ankündigung auf.

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Anonymer Nutzer 29. Apr 2019

Schließe mich da meinen Vorrednern an, unter Nextcloud funktioniert das mittlerweile...

HeroFeat 27. Apr 2019

Nachdem ich mich sehr gewundert habe warum ich immer noch nicht das Update angeboten...

ldlx 26. Apr 2019

Hat dein ehemaliger Chef denn eine brauchbare, ggf. teure Lösung dafür?

randya99 25. Apr 2019

Ich schalte mit neuen Versionen nur noch Dinge ab, die sowieso kein Schwein verwendet...



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