Ein Montageband aus einzelnen Modulen

Beteiligt sind neben der Universität Stuttgart und der Fraunhofer-Gesellschaft Hersteller und Zulieferer aus der Automobilindustrie. "2036" bezeichnet dabei das Jahr, in dem das Automobil 150 Jahre alt sein wird. 1886 stellte Carl Benz den "Benz Patent-Motorwagen Nr. 1" vor. Deswegen gilt dieses Jahr als Geburtsjahr des modernen Automobils mit Verbrennungsmotor.

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Den Anstoß zur Gründung der Forschungsfabrik gab die Finanzkrise von 2007/2008. Damals konnte Daimler nicht genug S-Klasse-Fahrzeuge verkaufen und gleichzeitig nicht genug A-Klasse-Pkw produzieren, um auf die geänderte Nachfrage zu reagieren, wie Kraus sagt. Plötzlich stand man vor dem Problem, wie man auf der Produktionslinie für die S-Klasse auch A-Klasse-Fahrzeuge produzieren könnte. Zudem wurde am Markt eine größere Variantenvielfalt nachgefragt.

Das hat sich zwar inzwischen wieder geändert, dafür werden aber jetzt von den einzelnen Modellen kleinere Stückzahlen produziert. Die Herausforderung, eine Produktionslinie möglichst zeitnah umzustellen, bleibt also bestehen. "Die Neueinstellung der Produktion ist aufwendig", sagt Effenberger, "künstliche Intelligenz kann das unterstützen, speziell durch das im System gespeicherte Erfahrungswissen".

Einer der Forschungsschwerpunkte ist die Frage, wie eine wandlungsfähige Fahrzeugproduktion in Zukunft wohl aussehen würde. Die Produktion der Zukunft würde Leichtbaumaterialien in Großserie verarbeiten, dabei aber auch zahlreiche Varianten eines Grundmodells liefern. Deswegen soll die klassische Bandmontage überwunden werden. Zu diesem Zweck entsteht in der Forschungsfabrik eine Musterfabrik, in der neue Konzepte erprobt werden.

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Fluide Produktion (Flupro) ist eines der Projekte der Forschungsfabrik. Es wird unter Federführung des Fraunhofer IPA zusammen mit zahlreichen Industriepartnern durchgeführt. Ende 2019 soll der Prototyp einer Produktionsanlage fertig sein. Dabei besteht das Montageband aus miteinander verbundenen, rekonfigurierbaren und programmierbaren Fertigungsmodulen.

Die bei Flupro genutzten Roboter-Assistenten können ohne IT-Kenntnisse programmiert werden: Mitarbeiter zeigen dem Roboter, was er tun soll. Dieser imitiert den Ablauf und wird, falls nötig, korrigiert. Die Fertigungsanlage selbst wird nicht als Ganzes geplant. Stattdessen stützen sich die Entwickler auf das Prinzip der Schwarmintelligenz. Jeder von ihnen optimiert seinen spezifischen Bereich, der dann wiederum ins größere System integriert wird.

Anwendungen, die auch in einem zukünftigen kognitiven Produktionssystem ihren Platz hätten, existieren bereits.

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 Der Roboter lernt selbstLernen, wie man eine Schraube eindreht 
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