Kölner KI-Übersetzer: DeepL entlässt ein Viertel der Belegschaft
Das Kölner KI-Unternehmen DeepL streicht die Stellen von 250 Angestellten. Wie der CEO und Gründer des Unternehmens, Jarek Kutylowski, in einem Beitrag auf Linkedin(öffnet im neuen Fenster) bekannt gab, sollen sich künftig kleinere Teams verstärkt auf die AI-First-Strategie des Unternehmens ausrichten, Entscheidungswege verkürzt und Strukturen verschlankt werden.
KI verändere grundlegend, wie Unternehmen aufgebaut sein sollten, und mache es notwendig, die getroffenen Maßnahmen umzusetzen, um wettbewerbsfähig zu bleiben, erklärte Kutylowski. Vom breiten Einsatz von KI im Unternehmen verspricht er sich deutlich schnellere Entscheidungen und einen geringeren Abstimmungsaufwand zwischen den Teams von DeepL.
Man habe sich unter den Führungskräften darüber ausgetauscht, ob die aktuelle Unternehmensstruktur von DeepL dazu geeignet sei, als dauerhaft erfolgreiches globales KI-Unternehmen zu bestehen, führte der Manager aus. Das Ergebnis sei gewesen, dass eine Neugestaltung der Arbeitsweise von DeepL nötig sei, bei der KI Routineaufgaben in fast jeden Betriebsablauf übernehme und kleinere Teams eigenverantwortlich arbeiten sollen.
Negatives Ergebnis für die Jahre 2024 bis 2027 prognostiziert
Die gleichnamige Übersetzungsmaschine von DeepL erfuhr seit ihrer Entwicklung im Jahr 2017 zahlreiche Erweiterungen um verschiedene Sprachen und ist für den kostenlosen Gebrauch auf eine Anzahl von 5.000 Zeichen beschränkt. Kommerzielle Kunden können verschiedene Abomodelle und eine kostenpflichtige API nutzen.
Trotz hoher Bewertungen und erfolgreicher Finanzierungsrunden wies das Unternehmen im Jahr 2023 ein Minus beim operativen Ergebnis aus. Für die Jahre 2024 bis 2027 prognostizierte DeepL ebenfalls ein negatives Ergebnis. Das Unternehmen beschäftigte Ende 2025 mehr als 1.000 Angestellte, die Entlassungen betreffen demnach rund ein Viertel der Belegschaft.
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