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Köln: WDR und Vodafone testen 5G für Fernsehen und Streaming

Ein zweites Testfeld für 5G -TV entsteht. Was bei 3G und 4G wegen des fehlenden Konsenses nicht klappte, soll jetzt in Köln möglich werden. Ein früheres Testfeld in Bayern arbeitet mit dem Modus FeMBMS.
/ Achim Sawall
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5G von Vodafone (Bild: Vodafone Deutschland)
5G von Vodafone Bild: Vodafone Deutschland

Der WDR und Vodafone testen in einem gemeinsamen Projekt, wie sich TV- und Mediatheken-Inhalte mit 5G technisch verbreiten lassen. Das gaben die Partner am 13. Februar 2019 bekannt(öffnet im neuen Fenster) . Der WDR übermittelt seine Inhalte über ein 5G-Testsystem, das Vodafone im Laufe des Projekts bei einer TV-Produktionsstätte aktivieren wird.

Die Empfangsmöglichkeit der TV-und Mediatheken-Inhalte soll im Laufe des Jahres - mit neuer Software - auf einem sich noch in der Produktentwicklung befindenden Smartphone oder Tablet mit 5G-Unterstützung erprobt werden.

Das Kooperationsprojekt von WDR und Vodafone ist zunächst bis Ende 2020 geplant. Zum Start testen die Partner die Datenübertragung im 5G Lab in Düsseldorf und im 5G Mobility Lab in Aldenhoven. Im kommenden Jahr soll die Übertragung auch in der Kölner Innenstadt auf dem WDR-Campus im 5G-Netz von Vodafone starten. "Es kommt 5G-Unicast für die Verbreitung von nichtlinearen Inhalten zum Einsatz. Die genaue technologische Ausgestaltung des Broadcast-Modus entscheidet sich erst im Laufe des Projekts" , sagte Svenja Siegert, Sprecherin des Westdeutschen Rundfunks, Golem.de auf Anfrage.

Das Forschungsprojekt 5G Today in Bayern untersucht bereits das Potenzial von 5G im Bereich der Verbreitung von Medieninhalten. Zu den Partnern des Konsortiums zählen der Antennenhersteller Kathrein sowie der Messtechnikspezialist Rohde & Schwarz. Entwickelt und geleitet wird das Vorhaben vom Institut für Rundfunktechnik (IRT) aus München. Assoziierte Partner sind die Telefónica Deutschland und der Bayerische Rundfunk, der das 5G-FeMBMS-Sendernetz auf seinen Senderstandorten betreiben will. Seit Ende 2018 laufen erste Testausstrahlungen.

Der Modus FeMBMS (Further evolved Multimedia Broadcast Multicast Service) erlaubt die simultane Verteilung identischer Medieninhalte an eine Vielzahl von Empfängern auch über größere Distanzen. Damit muss nicht mehr von jedem einzelnen mobilen Endgerät eine eigene Internetverbindung zum Sender hergestellt werden. Die Inhalte können über den kombinierten Rund- und Mobilfunk über das 5G-Netz empfangen werden.

Die bisherigen Mobilfunkstandards 4G und 3G haben bereits Broadcastdienste technologisch unterstützt, diese sind aber mangels funktionierender Modelle der Zusammenarbeit nicht eingeführt worden.


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