Köln: Bahn sperrt Hauptbahnhof wegen Softwarepanne zwei Mal
Viele Bahnreisende werden bereits wissen, dass der Kölner Hauptbahnhof vom 14. bis 24. November für die täglich dort verkehrenden 1.300 Fern- und Regionalzüge gesperrt wird. Doch wie unter anderem der Spiegel berichtet(öffnet im neuen Fenster) , wird es nicht bei dieser einen Sperrung bleiben. Grund dafür ist ein Softwarefehler, der die geplante Inbetriebnahme eines neuen elektronischen Stellwerks verhindert.
Das neue Stellwerk könne im Rahmen der ersten Sperrung nicht wie ursprünglich angedacht in Betrieb genommen werden, erklärte ein Bahn-Sprecher. Daher sei es erforderlich, den Kölner Hauptbahnhof in absehbarer Zeit noch ein zweites Mal zu sperren. Den Angaben zufolge betrifft dies alle Fern- und Regionalzüge.
Allzu viele Details zu der Softwarepanne liefert die Bahn nicht. Der Fehler verhindere aber die Durchführung wichtiger Tests, heißt es. Folglich könne nicht garantiert werden, dass mit dem neuen Stellwerk ein sicherer und zuverlässiger Bahnbetrieb möglich sei. Festgestellt worden sei dies bei einer Überprüfung durch Sachverständige.
Noch keine Details zur zweiten Sperrung
Der besagte Softwarefehler hat also zur Folge, dass das alte Stellwerk nach der ersten Sperrung des Kölner Hauptbahnhofs zunächst weiter genutzt wird. Eine Umstellung auf die neue Technik soll erst später folgen und erfordert eine zweite Sperrung des Bahnhofs. Wann genau diese erfolgen und wie lange sie andauern wird, ist allerdings noch nicht bekannt.
Die erste Sperrung beginnt am kommenden Freitagabend um 21 Uhr. Ab diesem Zeitpunkt umfahren sämtliche Fern- und Regionalzüge den Hauptbahnhof der Stadt Köln. Umliegende Bahnhöfe – etwa in Ehrenfeld und Messe/Deutz – bleiben allerdings in Betrieb. Von dort aus bleibt das Stadtzentrum weiterhin mit der S-Bahn erreichbar, die am Hauptbahnhof ein anderes Stellwerk verwendet.
Laut einer Pressemitteilung der Deutschen Bahn(öffnet im neuen Fenster) werden bei der ersten Sperrung einige "wichtige Arbeiten" in "wesentlichen Teilen" umgesetzt. Dazu zählten neben der Beseitigung des Softwarefehlers insbesondere Maßnahmen an der Oberbautechnik, an Weichen, Oberleitungen, aber auch Vorbereitungen zur Bahnsteigverlängerung.
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