Kodierte Zugangsdaten: Angreifer nutzen Backdoor in Ciscos Firewall-Software aus
Der Netzwerkausrüster Cisco hat eine Warnung vor einer Sicherheitslücke in seiner Firewall-Verwaltungssoftware FMC (Firewall Management Center) herausgegeben. Die Lücke basiert laut Advisory des Herstellers(öffnet im neuen Fenster) auf fest kodierten Zugangsdaten und wird bereits aktiv ausgenutzt. Es handelt sich also mal wieder um eine Backdoor, der sich Angreifer nun bedienen, um anfällige Systeme zu attackieren.
Die besagte Sicherheitslücke ist als CVE-2026-20316(öffnet im neuen Fenster) registriert. Immerhin bekommen Angreifer damit nicht gleich Adminrechte. Das Konto, mit dem sich die Angreifer aus der Ferne anmelden können, verfügt laut Cisco lediglich über geringe Berechtigungen. Der CVSS-Wert liegt daher nur bei 5,3, was einem mittleren Schweregrad entspricht.
Dennoch ist die Schwachstelle nicht zu unterschätzen. Cisco warnt, dass sich damit auf betroffenen Geräten potenziell vertrauliche Daten abgreifen lassen. Zudem erklärt der Hersteller, die Lücke lasse sich mit anderen Sicherheitslücken in FMC kombinieren, um die Zugriffsberechtigungen auszuweiten. Cisco stuft das Risiko daher abweichend von der CVSS-Bewertung als hoch ein.
Patches verriegeln die Backdoor
Da CVE-2026-20316 bereits aktiv ausgenutzt wird, rät Cisco Administratoren, ihre FMC-Instanzen dringend zu aktualisieren. Auch die US-Cybersicherheitsbehörde Cisa hat die Lücke bereits in ihren KEV-Katalog (Known Exploited Vulnerabilities) aufgenommen(öffnet im neuen Fenster). Da es laut Cisco keinen alternativen Workaround gibt, führt für Admins kein Weg am Patch vorbei, sofern betroffene Systeme aus der Ferne erreichbar bleiben sollen.
Geschlossen wurde die Lücke mit dem Hotfix GB-7.0.9.1-3 für das Cisco Firepower Management Center sowie den Hotfixes HL-7.2.11.1-4, HG-7.4.7.1-3, CY-7.6.5.1-2, AM-7.7.12.1-2 und P-10.0.1.1-2 für das Secure Firewall Management Center. Cisco stellt zudem in seinem Advisory(öffnet im neuen Fenster) Kompromittierungsindikatoren bereit, mit denen Admins prüfen können, ob bereits Angriffe stattgefunden haben.
Die genannten Hotfix-Updates bessern auch bezüglich einer seit März bekannten kritischen Lücke (CVSS: 10) nach, mit der sich die Authentifizierung im Web-Interface von FMC umgehen lässt. Diese Lücke ist als CVE-2026-20079(öffnet im neuen Fenster) registriert und verleiht Angreifern sogar einen direkten Root-Zugriff auf das zugrundeliegende Betriebssystem. Hinweise auf eine aktive Ausnutzung gibt es bei CVE-2026-20079 laut Cisco(öffnet im neuen Fenster) bisher aber wohl nicht.
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