• IT-Karriere:
  • Services:

Der erste Eindruck trügt leider

Schon bei unserem ersten Testgerät, einem Onkyo R-N855, mussten wir feststellen, dass der erste Eindruck mit den vielen Aufklebern leider trügen kann. Immerhin hat der R-N855 den Vorteil, dass keine App für die Bedienung erforderlich ist. Dazu reichen die umfangreiche Fernbedienung und die Tasten am Gerät. Die Einrichtung der Netzwerkverbindung ist über ein Web-Setup möglich. Was dabei auffällt: WLAN oder LAN können nicht beide gleichzeitig aktiv sein. Wird das LAN-Kabel abgezogen, muss die WLAN-Verbindung wieder manuell aktiviert werden.

Stellenmarkt
  1. über duerenhoff GmbH, Raum Amstetten (Österreich)
  2. abilex GmbH, Sindelfingen

Es gibt wenige Bedienelemente am Gerät. Über das kleine LC-Display lässt sich einigermaßen gut in den NAS-Ordnern nach Musiktiteln scrollen. Doch die Steuerung ist stark eingeschränkt. Erst nach einem Firmware-Update ließen sich Titel überhaupt vorspulen. Doch Stoppen lässt sich ein Lied über den fummeligen Menüknopf nicht. Eine wirklich brauchbare Steuerung ist nur über die Fernbedienung oder das Smartphone möglich.

USB ist nicht gleich USB

Das alles ist an sich nicht überraschend: Die wenigen Schalter und Knöpfe sowie das Display sind offensichtlich nicht dafür ausgelegt, den Receiver zu bedienen. Stattdessen ist es möglich, sein Smartphone per Bluetooth mit dem R-N855 zu verbinden und Musik über diverse Apps wie Spotify auf das Gerät zu streamen. Das funktioniert ziemlich problemlos.

Doch beim Anschluss einer externen SSD-Festplatte über den USB-Anschluss stellen wir fest, dass das Laufwerk nicht erkannt wird. Der Grund ergibt sich aus der Bedienungsanleitung: "Das Gerät ist außerdem kompatibel mit USB-Speichergeräten der Dateisystemformate FAT16 und FAT32. Andere Formate wie exFAT, NTFS und HFS können von diesem Gerät nicht wiedergegeben werden." Da die Festplatte mit exFAT formatiert wurde, kann der Receiver sie nicht lesen.

Bluetooth nur in eine Richtung

Zwar verfügt das Gerät über einen eigenen Bluetooth-Knopf an der Frontseite. Doch damit lassen sich nur Bluetooth-Geräte verbinden, die ihre Daten an den Receiver senden. Eine Ausgabe der Daten an einen Bluetooth-Kopfhörer oder an Ohrstöpsel ist nicht möglich. Von einem Wake-on-Lan des NAS lässt sich ohnehin nur träumen. Damit fällt der Onkyo N-R855 trotz eines Preises von gut 500 Euro als praxistauglicher Netzwerk-Receiver für unsere Zwecke aus.

  • Ein typischer vernetzter Receiver: Der Onkyo R-N855 hat nur wenige Bedienungselemente auf der Frontseite. (Foto: Martin Wolf/Golem.de)
  • Die Rückseite des Onkyo R-N855 bietet kaum genügend Platz für die vielen Ein- und Ausgänge. (Foto: Martin Wolf/Golem.de)
  • Der Denon AVR-X1400H hat deutlich mehr Tasten, die die Bedienung aber kaum erleichtern. (Foto: Martin Wolf/Golem.de)
  • Die vielen Logos können täuschen: Die wenigsten Receiver haben einen eigenen Bluetooth-Sender. (Foto: Martin Wolf/Golem.de)
  • Allerdings hat der Denon Eingänge für fünf HDMI-Geräte und sieben Lautsprecherausgänge. (Foto: Martin Wolf/Golem.de)
  • Die Denon Ceol ist eine eigenständige Kompaktanlage mit CD-Player und Lautsprechern. (Foto: Martin Wolf/Golem.de)
  • Die Bedienungsmöglichkeiten am Gerät sind auf das Nötigste reduziert. (Foto: Martin Wolf/Golem.de)
  • Eigentlich Elektroschrott: eine Kompaktanlage Philips FW 362 von 1999 (Foto: Martin Wolf/Golem.de)
  • Das defekte CD-Laufwerk muss Platz machen für das Display. (Foto: Friedhelm Greis/Golem.de)
  • Unter dem Gehäuse ist noch genügend Platz für einen Raspberry Pi. (Foto: Friedhelm Greis/Golem.de)
  • Aus dem Gehäuse wird eine Aussparung für das Display herausgeschnitten. (Foto: Friedhelm Greis/Golem.de)
  • Mit Hilfe eines 7-Zoll-Touchdisplays und dem Mediencenter Kodi lässt sich relativ komfortabel in der Musiksammlung stöbern. (Foto: Martin Wolf/Golem.de)
  • Die Aussparungen für die Anschlüsse ließen sich leicht aus dem dünnen Plastikgehäuse heraustrennen. (Foto: Martin Wolf/Golem.de)
  • Immerhin vier USB-Anschlüsse bringt der Raspberry mit. Vernetzen lässt er sich per LAN und WLAN. (Foto: Martin Wolf/Golem.de)
  • In dem Gehäuse war reichlich Platz für die erforderlichen Platinen, nachdem der CD-Player entfernt worden war. (Foto: Martin Wolf/Golem.de)
  • Über eine zusätzliche Platine lässt sich der Raspberry ein- und ausschalten. (Foto: Martin Wolf/Golem.de)
  • Das Audiokabel konnten wir direkt mit einem Pfostenstecker auf der Platine verbinden. (Foto: Martin Wolf/Golem.de)
  • Mit Hilfe eines untergelegten Blechs passen die Platinen genau in die Ecke. (Foto: Martin Wolf/Golem.de)
  • Als Stromversorgung dient ein Netzteil mit 3 Ampère. (Foto: Martin Wolf/Golem.de)
  • Ein Schalter für das Display ermöglicht die Nutzung des HDMI-Ausgangs für einen Fernseher. (Foto: Martin Wolf/Golem.de)
  • Kleine Spielerei: Mit der LED kann der Raspberry bestimmte Funktionen signalisieren. (Foto: Martin Wolf/Golem.de)
  • Auch über einen Bluetooth-Kopfhörer lässt sich die Musik hören. (Foto: Martin Wolf/Golem.de)
  • Durch Kodi wird auch ein älterer Fernseher wieder smarter. (Foto: Martin Wolf/Golem.de)
  • Die Steuerung erfolgt dann über die App Kore. (Foto: Martin Wolf/Golem.de)
  • Der Schaltplan für den Ein-/Ausschalter (Foto: Martin Wolf/Golem.de)
Ein typischer vernetzter Receiver: Der Onkyo R-N855 hat nur wenige Bedienungselemente auf der Frontseite. (Foto: Martin Wolf/Golem.de)

Eine Erfahrung, die sich bei anderen Testgeräten wiederholt. Der Denon AVR-X1400H (etwa 300 Euro) hat im Grunde dieselben Funktionen mit denselben Schwächen. Der Receiver kann nur FAT16 und FAT32 wiedergeben, eine Ausgabe über Bluetooth ist ebenfalls nicht möglich. Das Gerät hat zwar einige Tasten mehr als der Onkyo-Receiver auf der Frontseite, doch die Bedienung ist umständlich. So lassen sich Musiktitel weder starten noch stoppen. Der Receiver ist vor allem dafür gedacht, mit seinem 7.1-Kanal-Surroundsystem einen kinoähnlichen Klang im heimischen Wohnzimmer zu erzeugen. Darüber hinaus kann das Gerät über WLAN-Mehrraum-Soundsystem von Heos die Musik auf verschiedenen Lautsprechern in der Wohnung abspielen.

Bitte aktivieren Sie Javascript.
Oder nutzen Sie das Golem-pur-Angebot
und lesen Golem.de
  • ohne Werbung
  • mit ausgeschaltetem Javascript
  • mit RSS-Volltext-Feed
 Kodi mit Raspberry Pi: Pimp your StereoanlageYamaha als Ausnahme 
  1.  
  2. 1
  3. 2
  4. 3
  5. 4
  6. 5
  7.  


Anzeige
Spiele-Angebote
  1. 4,99€
  2. 1,07€
  3. 4,98€
  4. 1,99€

kommentar4711 28. Mär 2019

Sehe ich auch so. Habe beide vor einigen Wochen für ein sehr ähnliches Projekt (https...

kommentar4711 28. Mär 2019

Was übrigens auch geht ist die nicht mehr benötigten Buttons des CD Players am Gehäuse...

kommentar4711 28. Mär 2019

Habe kürzlich etwas ähnliches gemacht, allerdings nicht in eine Kompaktanlage integriert...

Profi 28. Mär 2019

Ich kann die Nostalgie verstehen aber man gibt ja nicht gleich sein Menschsein auf, nur...

kossmann 26. Mär 2019

Hilf mir mal bitte auf die Sprünge. Meine Android-Installation nimmt mit Free-Account...


Folgen Sie uns
       


Golem-Akademie - Trainer Stefan stellt sich vor

Rund 20 Jahre Erfahrung als Manager und Mitglied der Geschäftsleitung im internationalen Kontext sowie als Berater sind die Basis seiner Trainings. Der Diplom-Ingenieur Stefan Bayer hat als Mitarbeiter der ersten Stunde bei Amazon.de den Servicegedanken in der kompletten Supply Chain in Deutschland entscheidend mitgeprägt und bis zu 4.500 Menschen geführt. Er ist als Trainer und Coach spezialisiert auf die Begleitung von Führungskräften und Management-Teams sowie auf prozessorientierte Trainings.

Golem-Akademie - Trainer Stefan stellt sich vor Video aufrufen
Raumfahrt: Mehr Geld für die Raumfahrt reicht nicht aus
Raumfahrt
Mehr Geld für die Raumfahrt reicht nicht aus

Eine mögliche leichte Senkung des deutschen Beitrags zur Esa bringt nicht die Raumfahrt in Gefahr. Deren heutige Probleme sind Resultat von Fehlentscheidungen, die hohe Kosten und Ausgaben nach sich ziehen. Zuerst braucht es Reformen statt noch mehr Geld.
Ein IMHO von Frank Wunderlich-Pfeiffer

  1. Space Rider Neuer Anlauf für eine eigene europäische Raumfähre
  2. Vega Raketenabsturz lässt Fragen offen

Starlink: SpaceX steht zwischen Flaute und Rekordjagd
Starlink
SpaceX steht zwischen Flaute und Rekordjagd

Die nächsten 60 Starlink-Satelliten stehen zum Start bereit, nachdem in diesem Jahr ungewöhnlich wenige Raketen gestartet sind - nicht nur von SpaceX. Die Flaute hat SpaceX selbst verursacht und einen Paradigmenwechsel in der Raumfahrt eingeläutet.
Von Frank Wunderlich-Pfeiffer

  1. Raumfahrt SpaceX testet Notfalltriebwerke des Crew Dragon
  2. Starship Mit viel Glück nur 6 Monate bis zum ersten Flug ins All
  3. SpaceX Das Starship nimmt Form an

Mi Note 10 im Hands on: Fünf Kameras, die sich lohnen
Mi Note 10 im Hands on
Fünf Kameras, die sich lohnen

Mit dem Mi Note 10 versucht Xiaomi, der Variabilität von Huaweis Vierfachkameras noch eins draufzusetzen - mit Erfolg: Die Fünffachkamera bietet in fast jeder Situation ein passendes Objektiv, auch die Bildqualität kann sich sehen lassen. Der Preis dafür ist ein recht hohes Gewicht.
Ein Hands on von Tobias Költzsch

  1. Sicherheitslücke Forscherin kann smarte Futterstationen von Xiaomi übernehmen
  2. Mi 9 Lite Xiaomi bringt Smartphone mit Dreifachkamera für 300 Euro
  3. Mi Smart Band 4 Xiaomis neues Fitness-Armband kostet 35 Euro

    •  /