Kodak-Erbe: Actionkamera-Patent von Apple lässt Gopro-Aktie abstürzen
Apples US-Patent 8,934,045(öffnet im neuen Fenster) (Digital camera system having remote control) hat Turbulenzen am Aktienmarkt verursacht. Nach einigen Berichten, die die Patentzuteilung mit einem Markteintritt Apples im Bereich Actionkameras gleichsetzten, ging die Gopro-Aktie in den Tiefflug über. Sie verlor innerhalb eines Tages zwölf Prozent ihres Wertes.
Das Patent stammt ursprünglich von Kodak und beschreibt nicht nur einige Schwachstellen der aktuellen Kameras, sondern auch Abhilfen dafür. Ein größeres Problem – nicht nur von Gopro-Kameras – ist ihre Vibration beispielsweise während der Fahrt auf dem Fahrrad oder Motorrad. Apples Patent sieht hier Verbesserungsmöglichkeiten wie eine mechanische Entkopplung.
Kenner der Materie dürften nur müde lächeln: Eine Patentanmeldung oder eine Zuteilung eines Schutzrechts bedeutet natürlich nicht, dass Apple ab morgen oder in näherer Zukunft Actionkameras produzieren und so zur Gefahr der angestammten Anbieter wird. Vielmehr mündet eine Vielzahl von Patentideen niemals in konkreten Produkten, sondern wird eher als taktische Waffen gegen die Konkurrenz verwendet. Das allerdings könnte für Gopro und andere Kamerahersteller durchaus zum Problem werden – künftige Lösungen müssen um bestehende Patente herum konstruiert werden.
Die Kamerapatente, die Apple nun zugesprochen wurden, stammen aus einem ganzen Paket, das Kodak an zahlreiche Anbieter verkaufte. Das geschah schon 2012.
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