Abo
  • Services:

Koaxial: Vodafone bezeichnet Öffnung der Kabelnetze als möglich

Seit dem Kauf von Unitymedia durch Vodafone wird eine Öffnung der Kabelnetze diskutiert. Doch gibt das Koaxial-Netz das überhaupt her? Open Access ist offenbar nicht machbar.

Artikel veröffentlicht am ,
Das Koaxkabel als Grafik (rechts)
Das Koaxkabel als Grafik (rechts) (Bild: Unitymedia)

Wegen der geplanten Übernahme von Unitymedia durch Vodafone wird die Öffnung der TV-Kabelnetze gefordert und die Frage der technischen Machbarkeit aufgeworfen. Vodafone-Sprecher Alexander Leinhos sagte Golem.de auf Anfrage: "Grundsätzlich ist eine Öffnung von Kabelnetzen für Breitband-Internetangebote Dritter technisch möglich. Ob und welche Schwierigkeiten sich im Einzelnen dazu im Netz von Vodafone ergeben, können wir derzeit nicht abschließend beantworten."

Stellenmarkt
  1. Concentrix Wuppertal GmbH, Wuppertal
  2. über duerenhoff GmbH, Raum Köln (Home-Office möglich)

Angaben dazu, ob Open Access im Kabelnetz technisch möglich ist, machte Vodafone nicht. Golem.de hat bei dem Forschungsinstitut WIK Consult (Wissenschaftliches Institut für Internet und Kommunikationsdienste) nachgefragt, und erfahren, dass die Frage eine differenzierte Antwort verlange.

Thomas Plückebaum, Abteilungsleiter Netze und Kosten bei WIK-Consult, sagte: "Einfach gesagt, funktioniert in einem Koaxialkabelnetz, bei dem nur ein Kabel zu einer größeren Gruppe von Kunden geht, eine physische Entbündelung als die einfachste Form von Open Access nicht. Es wird nicht zu jedem Kunden eine Doppelader oder eine Glasfaser geführt, sondern nur ein Kabel mit einem Hin- und Rückleiter, auf das viele Kunden zugreifen."

VULA nicht zu machen

Ein ersatzweise als Open Access vorgesehener virtueller Zugang (VULA) sei auf Koaxialkabelnetzen nicht produzierbar, weil die installierten Übertragungssysteme das nicht hergeben würden. Auch stehe auf diesem einen Kabel vorläufig keine ausreichende Kapazität für VULA als Massenmarktprodukt zur Verfügung.

"Die nächst-höhere Ebene von Vorleistungsprodukten für Wettbewerber ist der Bitstrom. Der erlaubt aber den Wettbewerbern kein ausreichendes Ausmaß von Produktgestaltungsspielraum zur Definition eigener Produkte mehr. Er muss nur als sogenannter Best-Effort-Dienst angeboten werden und wird nur an zentralen Stellen des Netzes des Vorleistungslieferanten übergeben." Dies sei nach dem Verständnis von WIK-Consult kein Open Access mehr.

Stephan Albers, Chef des Breko (Bundesverband Breitbandkommunikation) hätte sich gewünscht, dass Unitymedia sagt: "Ja, wir öffnen unsere Netze". Wenn die Fusion von Vodafone und Unitymedia zustande komme, müsse ein solches Netz geöffnet werden, forderte er im Juni 2018 auf dem 9. Hessischen Breitbandgipfel. Albers sagte, bei der Open-Access-Plattform vom Breko sollte auch Unitymedia mitmachen. Derzeit betreibt Vodafone TV-Kabelnetze in 13 deutschen Bundesländern, Unitymedia ist in Hessen, Baden-Württemberg und Nordrhein-Westfalen aktiv. Ziel sei die Zusammenführung von Breitband, Mobilfunk, Festnetz und TV-Diensten, hatte Vodafone erklärt.



Anzeige
Spiele-Angebote
  1. 3,86€
  2. 29,95€
  3. 2,50€

|=H 15. Aug 2018

Was macht denn 1&1 wenn sie dir DSL verkaufen, aber durch z.B. die Entfernung nicht der...

|=H 15. Aug 2018

Ja, wobei der WLAN Router ein deutlich stärkeres WLAN aufbaut, als die Horizon Box. Bin...

asa (Golem.de) 15. Aug 2018

Danke ist berichtigt.

Sunabouzu 14. Aug 2018

Ihnen ist bekannt das es im Kabelnetz nicht unendlich Platz gibt? Sowohl im Down- als...

LinuxMcBook 14. Aug 2018

Na, genau wie es Vodafone derzeit auch tut. Einfach enorme Bandbreiten verkaufen, die zu...


Folgen Sie uns
       


Tiemo Wölken (SPD) zu Artikel 13

Der SPD-Europaabgeordnete Tiemo Wölken hofft darauf, dass das Europaparlament am 26. März 2019 den umstrittenen Artikel 13 noch ablehnt.

Tiemo Wölken (SPD) zu Artikel 13 Video aufrufen
Gesetzesinitiative des Bundesrates: Neuer Straftatbestand Handelsplattform-Betreiber im Darknet
Gesetzesinitiative des Bundesrates
Neuer Straftatbestand Handelsplattform-Betreiber im Darknet

Eine Gesetzesinitiative des Bundesrates soll den Betrieb von Handelsplattformen im Darknet unter Strafe stellen, wenn sie Illegales fördern. Das war auch bisher schon strafbar, das Gesetz könnte jedoch vor allem der Überwachung dienen, kritisieren Juristen.
Von Moritz Tremmel

  1. Security Onionshare 2 ermöglicht einfachen Dateiaustausch per Tor
  2. Tor-Netzwerk Britischer Kleinstprovider testet Tor-SIM-Karte
  3. Tor-Netzwerk Sicherheitslücke für Tor Browser 7 veröffentlicht

Überwachung: Wenn die Firma heimlich ihre Mitarbeiter ausspioniert
Überwachung
Wenn die Firma heimlich ihre Mitarbeiter ausspioniert

Videokameras, Wanzen, GPS-Tracker, Keylogger - es gibt viele Möglichkeiten, mit denen Firmen Mitarbeiter kontrollieren können. Nicht wenige tun das auch und werden dafür mitunter bestraft. Manchmal kommen sie aber selbst mit heimlichen Überwachungsaktionen durch. Es kommt auf die Gründe an.
Von Harald Büring

  1. Österreich Bundesheer soll mehr Daten bekommen
  2. Datenschutz Chinesische Kameraüberwachung hält Bus-Werbung für Fußgänger
  3. Überwachung Infosystem über Funkzellenabfragen in Berlin gestartet

Sailfish X im Test: Die Android-Alternative mit ein bisschen Android
Sailfish X im Test
Die Android-Alternative mit ein bisschen Android

Seit kurzem ist Sailfish OS mit Android-Unterstützung für weitere Xperia-Smartphones von Sony verfügbar. Fünf Jahre nach unserem letzten Test wird es Zeit, dass wir uns das alternative Mobile-Betriebssystem wieder einmal anschauen und testen, wie es auf einem ursprünglichen Android-Gerät läuft.
Ein Test von Tobias Költzsch

  1. Android, Debian, Sailfish OS Gemini PDA bekommt Dreifach-Boot-Option

    •  /