Koaxial: Vodafone beendet Neuanschluss für Eigenheime

Wer ein Eigenheim besitzt und gern 1 GBit/s über das Kabelnetz von Vodafone hätte, sollte sich beeilen. Ab August ist das nicht mehr möglich.

Artikel veröffentlicht am ,
Fertighaus (Symbolbild)
Fertighaus (Symbolbild) (Bild: Hanlo Hausbau)

Vodafone Deutschland schließt zum 1. August 2019 eine Fachabteilung, die Privatkunden mit Einfamilienhäusern neu an das Koaxialnetz anschließt. Das hat Golem.de aus dem Unternehmen erfahren. Der Konzern verliere im Privatkundenbereich 2 Millionen Euro jährlich, hieß es.

"Die Kunden können bei uns den Bau des Kabelanschlusses (Übergabepunkt) beantragen, so dass sie an das Glasfaser-Kabelnetz angeschlossen werden und so letztendlich unsere Produkte nutzen können", erklärte ein Beschäftigter, der aus Selbstschutz seinen Namen nicht nennen möchte.

Vodafone wird weiterhin Neubaugebiete anschließen, was laut Angaben aus Branchenkreisen immer sehr lukrativ ist. Es geht bei der Schließung ausschließlich um Privatkunden mit einer Wohneinheit.

Vodafone will keine Neukunden mit einer Wohneinheit

Noch ist ein solcher Neuanschluss möglich. Vodafone erklärt auf seiner Website: "Fülle unseren Online-Fragebogen aus. Und schick uns den Lageplan Deines Grundstücks per E-Mail oder Post zu. Unseren Kontakt findest Du in den Infoblättern im Download-Bereich weiter unten." Der Interessent bekommt dann ein individuelles Angebot per Post, was unterschrieben zurückgeschickt werden muss. Dann gilt es zu warten. "Innerhalb von 8 bis 10 Wochen meldet sich ein Techniker bei Dir. Er bespricht mit Dir, wie es weitergeht", erklärt das Unternehmen. Erst danach beauftragt Vodafone die Baumaßnahmen.

Golem.de hatte bereits im Januar 2011 berichtet, dass Vodafone geplante Segmentierungen von CMTS (Cable Modem Termination System) mit der Begründung verschiebt, dass kein Budget vorhanden sei. Es werde immer weiter vermarktet, obwohl bekannt ist, dass das Kabelnetz überlastet ist. Vodafone hatte den Bericht als unzutreffend kommentiert.

Vodafone-Sprecher Thorsten Georg Höpken sagte Golem.de auf Anfrage: "Der Vodafone-Bauherrenservice wird nicht eingestellt. Stattdessen werden wir in den kommenden Monaten den Bestell- und Anschlussprozess für Objekte mit nur einer Wohneinheit neu aufsetzen. Dazu ist es notwendig, die Bestellmöglichkeit vorübergehend auszusetzen."

Über den derzeitigen Bestellweg würden aktuell nur sehr wenige Neukunden für das Vodafone-Kabelglasfasernetz gewonnen. Eine Überarbeitung solle die Versorgung mit leistungsstarken Kabel-Anschlüssen langfristig sichern. Man gehe davon aus, dass das Programm im kommenden Jahr wieder auf Einfamilienhäuser ausgeweitet werden könne.

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LinuxMcBook 28. Jun 2019

ADSL funktioniert doch wunderbar noch trotz Telekom Vectoring. Und da die meisten Leute...

Faksimile 27. Jun 2019

Das gibt es auch bei anderen Anbitern. Das ist aber meistens nur durch den Anbieter so...

LinuxMcBook 26. Jun 2019

Vodafone hat einfach nur kein Bock mehr Geld in den NEUanschluss von Einfamilienhäusern...

LinuxMcBook 26. Jun 2019

Vodafone will einfach nur keine Einfamilienhäuser mehr haben, lohnt nicht.



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