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Koax und DOCSIS 3.1: Vodafone-Kabelnetz braucht beim Segmentieren viel Tiefbau

Vodafone berichtet regelmäßig über den Ausbau in seinem Koaxialkabelnetz. Golem hat nachgefragt, was da eigentlich genau passiert.
/ Achim Sawall
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Michael Langer von Vodafone sprach am 14. Juni 2023 auf der Connect Conference in Dresden. (Bild: Achim Sawall/Golem)
Michael Langer von Vodafone sprach am 14. Juni 2023 auf der Connect Conference in Dresden. Bild: Achim Sawall/Golem

Wenn Vodafone Segmentierungen im Kabelnetz durchführt, um die Nodes zu verkleinern, ist häufig Tiefbau nötig. Unternehmenssprecher Thorsten Höpken sagte Golem am 25. Mai 2026: "Das am häufigsten vorkommende Szenario ist der Traditional Node Split mit Tiefbau."

Vodafone unterscheidet laut Höpken in verschiedene Segmentierungsszenarien: Beim Traditional Node Split (TNS) müsse Fiber verlegt werden, dafür sei Tiefbau notwendig. Beim Virtual Node Split (VNS) werde das neue Segment ohne Tiefbau über eine aufmodulierte Trägerfrequenz angeschaltet.

Höpken führte bei Vodafone zudem den Local Node Split (LNS) und 2nd US auf: Beim Local Node Split wird ein zusätzlicher Node ebenfalls ohne Tiefbau parallel aufgebaut. "Es wird, wenn vorhanden, eine freie Faser genutzt. 2nd US steht dagegen für die Neuschaltung eines zweiten Upstreams, ebenfalls ohne Tiefbau."

So arbeiten die Techniker

Wenn rund 500 Haushalte am Node zu viel Traffic erzeugen, wird nach Golem-Informationen das Segment elektronisch im Node aufgeteilt. Die Haushalte von Straße A und B werden intern auf Schnittstelle 1 geschaltet, die Haushalte von Straße C und D auf Schnittstelle 2. Es müssen lediglich Techniker in die Verteilerstationen oder in die Kopfstelle (Headend) fahren und Kabel umstecken oder Karten tauschen.

Wenn die elektronische Aufteilung nicht mehr ausreicht, muss den Angaben zufolge ein neuer, zusätzlicher Fiber Node in die Straße gesetzt werden, um den Cluster geografisch zu verkleinern. Der Techniker öffnet den bestehenden Schacht oder den oberirdischen Verteilerkasten, greift sich eine Darkfiber, schließt einen neuen Node an und trennt das Koaxialkabelnetz der betroffenen Straßen physisch auf den neuen Kasten auf.

Erst wenn in einem Gebiet bereits so oft segmentiert wurde, dass alle früher verlegten Reserveglasfasern im Rohr schon aktiv sind, müssten neue Glasfaserkabel von der nächsten Vermittlungsstelle bis zum Straßenverteiler eingeblasen oder verlegt werden. Ist kein Rohr mehr frei, muss die Straße geöffnet werden.

Auf den letzten Metern setzt Vodafone auf sein Kupferkoaxialkabel und DOCSIS 3.1. Die Glasfaserkabel enden meist an den Glasfaserknoten am Straßenrand und auf dem Bürgersteig, wo die optischen Signale aus der Glasfaser in ein elektrisches Signal umgewandelt werden.

Vodafone müsse die Anzahl der Kunden, die im Kabelnetz an einem Node hingen, weiter stark reduzieren. Das sagte Michael Langer, Director Quality, Network Evolution bei Vodafone Deutschland, bereits im Juni 2023 auf der Connect Conference in Dresden. "Wir investieren stark. Wir haben gesehen, was während Corona mit dem Netzwerk und den Nodes passiert ist. Wir schaffen mehr Segmente." Man wolle mehr Kapazität und mehr Stabilität in das Netzwerk bringen.

Langer erklärte: "Das Koaxialkabel ist ein Shared Medium, je mehr wir das machen, je leistungsfähiger wird es." Man glaube, ein Segment sei mit 115 bis 120 Menschen am besten proportioniert.


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