Abo
  • IT-Karriere:

Koalitionsvertrag: Bundesarbeitsminister will Recht auf Homeoffice durchsetzen

Homeoffice soll bei Millionen von Arbeitsplätzen möglich sein. Bundesarbeitsminister Hubertus Heil (SPD) will das per Gesetz festschreiben.

Artikel veröffentlicht am ,
Noch gibt es keinen gesetzlichen Anspruch auf Homeoffice.
Noch gibt es keinen gesetzlichen Anspruch auf Homeoffice. (Bild: TÜV Rheinland)

Beschäftigte in Deutschland sollen laut Bundesarbeitsminister Hubertus Heil (SPD) unter bestimmten Bedingungen ein Recht auf das Arbeit zuhause erhalten. "Ich werde ein Recht auf Homeoffice auf den Weg bringen, das die Balance von Sicherheit und Flexibilität wahrt", sagte Heil der Nachrichtenagentur dpa. Heil berief sich auf den Koalitionsvertrag, in dem mehr Spielraum für Familienzeit vereinbart sei.

Stellenmarkt
  1. Goodwheel GmbH, Soest
  2. Technische Universität Darmstadt Hochschulrechenzentrum, Darmstadt

Zuvor hatte SPD-Chefin Andrea Nahles sich für neue gesetzliche Grundlagen ausgesprochen, da Homeoffice bei Millionen Arbeitsplätzen möglich sei. Das geht aus einem Konzeptpapier der SPD hervor. Gegenwärtig könnten 40 Prozent der Beschäftigten von zu Hause aus arbeiten, aber nur zwölf Prozent bekämen diesen Wunsch von den Vorgesetzten erfüllt.

Die Firma kann von Beschäftigten aber nicht einseitig verlangen, im Homeoffice zu arbeiten, dies ergebe sich auch nicht aus dem Weisungsrecht. Der Arbeitnehmer ist arbeitsvertraglich nicht verpflichtet, die ihm angebotene Telearbeit zu verrichten. Weigert er sich, darf ihm deswegen nicht gekündigt werden. Darüber informiert die Arbeitsgemeinschaft Arbeitsrecht des Deutschen Anwaltvereins (DAV) und weist auf eine Entscheidung des Landesarbeitsgerichts Berlin-Brandenburg vom 10. Oktober 2018 (Aktenzeichen 17 Sa 562/18) hin.

Bei einem Ingenieur gab es keine vertragliche Regelungen zu einer Änderung des Arbeitsorts. Der Arbeitgeber bot ihm nach einer Betriebsschließung an, seine Tätigkeit im Homeoffice zu verrichten. Hierzu war der jedoch nicht bereit. Daraufhin kündigte der Arbeitgeber das Arbeitsverhältnis aus wichtigem Grund wegen beharrlicher Arbeitsverweigerung.

Die Klage des Betroffenen war erfolgreich, die Kündigung wurde unwirksam. Ein Arbeitgeber sei nicht allein wegen seines arbeitsvertraglichen Weisungsrechts berechtigt, einem Mitarbeiter einen Telearbeitsplatz zuzuweisen. Lehne dieser ab, liege deshalb keine beharrliche Arbeitsverweigerung vor.

Die Umstände der Telearbeit unterschieden sich in erheblicher Weise von einer Tätigkeit in einer Betriebsstätte. Dass Beschäftigte möglicherweise zur besseren Vereinbarung von Familie und Beruf an Homeoffice interessiert sein könnten, führe nicht zu einer Erweiterung des Weisungsrechts.



Anzeige
Top-Angebote
  1. 86,99€ (Bestpreis!)
  2. 19,99€ (Bestpreis!)

plutoniumsulfat 08. Mär 2019

Und wenn man den AG noch was bezahlen lässt, ist man noch mehr im Plus! Geiz ist schlie...

Hotohori 05. Mär 2019

Muss man sich dennoch nicht so gefallen lassen. Dann ist man halt für die Gesellschaft...

devman 05. Mär 2019

Ich schreibe es ungern, aber so ein Gesetz zu deinem Gunsten wird nicht kommen...

Paule 05. Mär 2019

Naja, ich könnte mir vorstellen: 1. nur für Tätigkeiten, die keine Anwesenheit zwingend...

RainerG 05. Mär 2019

Meiner Einschätzung nach wird aber nicht jeder Arbeitnehmer für das Home Office in Frage...


Folgen Sie uns
       


Probefahrt mit dem e.Go Life

Der e.Go Life ist ein elektrisch angetriebener Kleinwagen des neuen Aachener Automobilherstellers e.Go Mobile. Wir haben eine Probefahrt gemacht.

Probefahrt mit dem e.Go Life Video aufrufen
Kontist, N26, Holvi: Neue Banking-Apps machen gute Angebote für Freelancer
Kontist, N26, Holvi
Neue Banking-Apps machen gute Angebote für Freelancer

Ein mobiles und dazu noch kostenloses Geschäftskonto für Freiberufler versprechen Startups wie Kontist, N26 oder Holvi. Doch sind die Newcomer eine Alternative zu den Freelancer-Konten der großen Filialbanken? Ja, sind sie - mit einer kleinen Einschränkung.
Von Björn König


    Sicherheitslücken: Zombieload in Intel-Prozessoren
    Sicherheitslücken
    Zombieload in Intel-Prozessoren

    Forscher haben weitere Seitenkanalangriffe auf Intel-Prozessoren entdeckt, die sie Microarchitectural Data Sampling alias Zombieload nennen. Der Hersteller wusste davon und reagiert mit CPU-Revisionen. Apple rät dazu, Hyperthreading abzuschalten - was 40 Prozent Performance kosten kann.
    Ein Bericht von Marc Sauter und Sebastian Grüner

    1. Open-Source Technology Summit Intel will moderne Firmware und Rust-VMM für Server
    2. Ice Lake plus Xe-GPGPU Intel erläutert 10-nm- und 7-nm-Zukunft
    3. GPU-Architektur Intels Xe beschleunigt Raytracing in Hardware

    Chromium: Der neue Edge-Browser könnte auch Chrome besser machen
    Chromium
    Der neue Edge-Browser könnte auch Chrome besser machen

    Build 2019 Wie sieht die Zukunft des Edge-Browsers aus und was will Microsoft zum Chromium-Projekt beitragen? Im Gespräch mit Golem.de gibt das Unternehmen die vage Aussicht auf einen Release für Linux und Verbesserungen in Google Chrome. Bis dahin steht viel Arbeit an.
    Von Oliver Nickel

    1. Insiderprogramm Microsoft bietet Vorversionen von Edge für den Mac an
    2. Browser Edge auf Chromium-Basis wird Netflix in 4K unterstützen
    3. Browser Microsoft lässt nur Facebook auf Flash-Whitelist in Edge

      •  /