Koalitionsvertrag: Berlin setzt auf Open Source

Die neue Berliner Landesregierung hält Open Source für "unverzichtbar". Offener Code soll priorisiert und OSS-Communitys gefördert werden.

Artikel veröffentlicht am ,
Berlin setzt auf mehr Open Source.
Berlin setzt auf mehr Open Source. (Bild: Rehman Abubakr/CC-BY-SA 4.0)

Zu Beginn der Woche haben SPD, Grüne und Linke ihren Koalitionsvertrag (PDF) für Berlin vorgestellt. Die Landesregierung will sich in der kommenden Legislaturperiode demnach verstärkt für Open-Source-Software sowie offene Standards einsetzen, denn diese seien für "eine digital souveräne Stadt (...) unverzichtbar".

Stellenmarkt
  1. Ingenieur/in Luft- und Raumfahrttechnik, Wirtschaftswissenschaftler/i- n, Informatiker/in (w/m/d) ... (m/w/d)
    DLR Deutsches Zentrum für Luft- und Raumfahrt e.V., Cochstedt
  2. Sachbearbeiter (w/m/d) für den IT-Support im Vor-Ort-Service
    KommunalBIT AöR, Fürth
Detailsuche

Der künftige Berliner Senat will deshalb "bei jeder Softwarebeschaffung nach Open-Source-Alternativen suchen und speziell für die Verwaltung erarbeitete Software unter freien Lizenzen der Allgemeinheit zur Verfügung stellen". Ganz ähnlich hatte sich vor kurzem auch die neue kommende Bundesregierung aus SPD, Grünen und FDP positioniert. Im Berliner Koalitionsvertrag heißt es weiter konkret, dass auch Förderprogramme für IT-Projekte diesem Open-Source-Ansatz folgen sollen.

Beim landeseigenen IT-Dienstleister, dem ITDZ Berlin, will die Koalition außerdem ein "Kompetenzzentrum Open Source" erstellen und auf "Synergiepotenziale in länderübergreifenden und internationalen IT-Kooperationen" zurückgreifen. Ein Beispiel dieser Kooperationen könnte ein einheitlicher IT-Arbeitsplatz in der Verwaltung werden, worauf sich Bund und Länder vor einigen Wochen verständigt haben. Berlin war daran jedoch noch nicht beteiligt.

Laut dem neuen Koalitionsvertrag in Berlin strebt das Land aber ebenfalls einen standardisierten Arbeitsplatz an, der als "BerlinPC Open Source (...) als Referenz für alle entsprechenden Ausschreibungen dienen" soll. Darüber hinaus will die kommenden Berliner Regierung auch einen "Open Source Fonds zur Finanzierung von Entwicklungs-Communities" einrichten, "die das Land Berlin braucht, um Anwendungen zu pflegen und weiterzuentwickeln". Darüber könnten jene Open-Source-Anwendungen gepflegt und finanziert werden, für die es etwa keine direkten Support-Verträge vonseiten des Herstellers gibt.

Bitte aktivieren Sie Javascript.
Oder nutzen Sie das Golem-pur-Angebot
und lesen Golem.de
  • ohne Werbung
  • mit ausgeschaltetem Javascript
  • mit RSS-Volltext-Feed


Tiles 02. Dez 2021 / Themenstart

Ich finde es immer wieder fantastisch wie manche Leute die Realtität zurechtdrehen bis...

jacki 02. Dez 2021 / Themenstart

Den Code vom OS zu haben ist in aller Regel überhaupt nicht nötig. Es gibt endlos viele...

Test_The_Rest 02. Dez 2021 / Themenstart

Also im Prinzip wie bei Linux bei jedem Problem? Beispiele... Debian 10 läuft...

Sandor_Clegane 01. Dez 2021 / Themenstart

Nach dem was Agent Orange mit Huawei angestellt hat habe ich mir ernsthaft die Frage...

Kommentieren



Aktuell auf der Startseite von Golem.de
Geforce RTX 3050 im Test
Wir hätten gerne einen Steam-Liebling gesehen

Upgrade dank DLSS und Raytracing: Die Geforce RTX 3050 ist die erste Nvidia-Grafikkarte mit diesen Funktionen für theoretisch unter 300 Euro.
Ein Test von Marc Sauter

Geforce RTX 3050 im Test: Wir hätten gerne einen Steam-Liebling gesehen
Artikel
  1. Actionspiel: Crytek kündigt Crysis 4 an
    Actionspiel
    Crytek kündigt Crysis 4 an

    Großstadtruinen und Nano-Partikel: Mit einem Teaser stellt das Entwicklerstudio Crytek ganz offiziell Crysis 4 vor.

  2. Open-Source-Sprachassistent Mycroft: Basteln mit Thorsten statt Alexa
    Open-Source-Sprachassistent Mycroft
    Basteln mit Thorsten statt Alexa

    Das US-Unternehmen Mycroft AI arbeitet an einem Open-Source-Sprachassistenten. Die Alexa-Alternative ist etwas für lange Winterabende.
    Ein Praxistest von Thorsten Müller

  3. Hosting: Hetzner erhöht Preise teils um 30 Prozent wegen Stromkosten
    Hosting
    Hetzner erhöht Preise teils um 30 Prozent wegen Stromkosten

    Die Server aus seiner Auktion kann der Hoster Hetzner offenbar nicht kostendeckend betreiben. Das könnte die ganze Branche betreffen.

Du willst dich mit Golem.de beruflich verändern oder weiterbilden?
Zum Stellenmarkt
Zur Akademie
Zum Coaching
  • Schnäppchen, Rabatte und Top-Angebote
    Die besten Deals des Tages
    Daily Deals • RTX 3090 24GB 2.349€ • RTX 3070 Ti 8GB 1.039€ • 1TB SSD PCIe 4.0 127,67€ • RX 6900XT 16 GB 1.495€ • Razer Gaming-Tastatur 155€ • LG OLED 65 Zoll 1.599€ • Razer Gaming-Maus 39,99€ • RX 6800XT 16GB 1.229€ • Thrustmaster Ferrari Lenkrad 349,99€ • Razer Gaming-Stuhl 179,99€ [Werbung]
    •  /