Abo
  • Services:

Knusperli: Google-Entwickler erstellt JPEG-Decoder mit weniger Blöcken

Die Block-Artefakte das Dateiformats JPEG sind ebenso bekannt wie unschön. Ein Google-Entwickler hat nun einen JPEG-Decoder erstellt, der zumindest einige der Blöcke entfernen soll, ohne die Ausgangsdatei verändern zu müssen.

Artikel veröffentlicht am ,
Cookies werden im Züricher Büro von Google bestimmt gern geknuspert.
Cookies werden im Züricher Büro von Google bestimmt gern geknuspert. (Bild: Mack Male, flickr.com/CC-BY-SA 2.0)

Das Google-Büro in Zürich und hier vor allem das Team der Entwickler, die sich mit Kodierungsverfahren beschäftigen, haben offenbar einen Faible für Schweizerdeutsche Codename für ihre Projekte. Auf Zopfli, Brotli, Butteraugli und Guetzli folgt nun ein experimenteller JPEG-Decoder mit dem Codenamen Knusperli. Dieser stammt von dem Google-Entwickler Ruud van Asseldonk und soll vor allem die bekannten Block-Artefakte von JPEG-Bildern reduzieren. Ein offizielles Google-Projekt ist das Programm aber nicht.

Stellenmarkt
  1. Robert Bosch GmbH, Böblingen
  2. AFS Aviation Fuel Services GmbH, Hamburg

Der Decoder Knusperli ist allein für die Darstellung der Dateien zuständig und soll deren Anzeige durch einige technische Tricks verbessern, ohne die eigentliche Ausgangsdatei verändern zu müssen. Das wird durch eine leicht veränderte Vorgehensweise beim Dekodieren erreicht.

Schönere Blockübergänge

In der Erläuterung zu dem Code heißt es: "Ein JPEG-Kodierer quantisiert DCT-Koeffizienten durch Runden von Koeffizienten auf das nächste Vielfache der Elemente der Quantisierungsmatrix. Für jeden Koeffizienten gibt es ein Intervall von Werten, die auf dasselbe Vielfache runden würden. Ein herkömmlicher Decoder verwendet das Zentrum dieses Intervalls, um das Bild zu rekonstruieren. Knusperli wählt stattdessen den Wert in dem Intervall, der Diskontinuitäten an Blockgrenzen reduziert. Die Koeffizienten, die Knusperli verwendet, wären auf die gleichen Werte gerundet worden, die im JPEG-Bild gespeichert sind".

Das heißt, beim Dekodieren wird versucht, die Übergänge zwischen den einzelnen Blöcken optisch möglichst wenig hart ausfallen zu lassen. Objektive Aussagen dazu, inwieweit die dargestellten Bilder mit Knusperli tatsächlich besser aussehen, sind derzeit noch nicht verfügbar. Laut Jyrki Alakuijala, der offenbar ebenfalls an den Arbeiten beteiligt war, hat das Team die Ergebnisse jedoch lediglich mit der eigenen Metrik Butteraugli getestet. Demnach hat Knusperli insbesondere bei weichen Übergängen Vorteile. Eine mögliche Verbesserung bei harten Blockübergängen ergibt sich mit Butteraugli aber nicht.



Anzeige
Hardware-Angebote
  1. jetzt bei Apple.de bestellbar

neoroot 21. Mär 2018 / Themenstart

Es heisst tüpFlischi... ;) Ausserdem sind mit Knusperli in allen mir bekannten Gegenden...

Kakiss 20. Mär 2018 / Themenstart

Also ich nutze auch sehr gerne png.

Gunah 20. Mär 2018 / Themenstart

wie auch schon bei guetzli, sollte man das Unkomprimierte Bild bzw. ohne Qulitätsverlust...

486dx4-160 20. Mär 2018 / Themenstart

Reicht hier keine simple Ableitung?

spitfire_ch 19. Mär 2018 / Themenstart

"Jointli Pictureli Expertli Groupli" isch aber trotzdäm cooler - das isch Google...

Kommentieren


Folgen Sie uns
       


Wir fahren den Jaguar I-Pace - Bericht (Genf 2018)

Wir sind den Jaguar I-Pace in Genf probegefahren und konnten ihn trotz nassem Wetter nicht aus der Spur bringen.

Wir fahren den Jaguar I-Pace - Bericht (Genf 2018) Video aufrufen
Razer Nommo Chroma im Test: Blinkt viel, klingt weniger
Razer Nommo Chroma im Test
Blinkt viel, klingt weniger

Wenn die Razer Nommo Chroma eines sind, dann auffällig. Dafür sorgen die ungewöhnliche Form und die LED-Ringe, die sich beliebig konfigurieren lassen. Die Lautsprecher sind aber eher ein Hingucker als ein Hinhörer.
Ein Test von Oliver Nickel

  1. Razer Kiyo und Seiren X im Test Nicht professionell, aber schnell im Einsatz
  2. Stereolautsprecher Razer Nommo "Sind das Haartrockner?"
  3. Nextbit Cloud-Speicher für Robin-Smartphone wird abgeschaltet

Datenverkauf bei Kommunen: Öffentliche Daten nicht verhökern, sondern sinnvoll nutzen
Datenverkauf bei Kommunen
Öffentliche Daten nicht verhökern, sondern sinnvoll nutzen

Der Städte- und Gemeindebund hat vorgeschlagen, Kommunen sollten ihre Daten verkaufen. Wie man es auch dreht und wendet: Es bleibt eine schlechte Idee.
Ein IMHO von Michael Peters und Walter Palmetshofer

  1. Gerichtsurteil Kein Recht auf anonyme IFG-Anfrage in Rheinland-Pfalz
  2. CDLA Linux Foundation veröffentlicht Open-Data-Lizenzen
  3. Deutscher Wetterdienst Wetterdaten sind jetzt Open Data

Oracle vs. Google: Dieses Urteil darf nicht bleiben
Oracle vs. Google
Dieses Urteil darf nicht bleiben

Im Fall Oracle gegen Google fällt ein eigentlich nicht zuständiges Gericht ein für die IT-Industrie eventuell katastrophales Urteil. Denn es kann zu Urhebertrollen, Innovationsblockaden und noch mehr Milliardenklagen führen. Einzige Auswege: der Supreme Court oder Open Source.
Eine Analyse von Sebastian Grüner

  1. Oracle gegen Google Java-Nutzung in Android kein Fair Use

    •  /