Knights Mill: Intel stellt Xeon Phi für Deep Learning ein

Keine zwei Jahre am Markt und vorbei: Nach den Itanium sind auch die Xeon Phi am Ende angelangt. Die einst als Larrabee begonnene Idee mit sehr vielen x86-Kernen als Rechenbeschleuniger konnte sich nicht durchsetzen.

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Älterer Knights Landing - der Knights Mill sieht sehr ähnlich aus.
Älterer Knights Landing - der Knights Mill sieht sehr ähnlich aus. (Bild: The Platform/Timothy Prickett Morgan)

Intel stellt die Xeon Phi 7200 alias Knights Mill ein, das gab der Hersteller per Product Change Notification bekannt. Die gesockelten und bootbaren Rechenbeschleuniger wurden im Dezember 2017 veröffentlicht und können von Partnern noch bis August 2019 bestellt werden, die letzte Lieferung erfolgt im Juli 2020. Knights Mill ist die letzte Generation der Xeon Phi, die ursprünglich auf dem Larrabee-Projekt basieren.

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Bei den Xeon Phi 7200 handelt es sich um gesockelte Prozessoren für den Sockel LGA 3647, die eigenen HBM2-Speicher aufweisen und zusätzlich noch DDR4 über sechs Kanäle ansprechen können. Die Knights Mill sitzen in der gleichen Fassung wie reguläre Xeon, also Skylake SP oder Cascade Lake SP, und sind bootbare Prozessoren. Statt bis zu 28 CPU-Kerne weisen sie aber 72 Cores auf, diese basieren auf einer modifizierten Atom-Architektur. Die Knights Mill nutzen überarbeitete Ausführungseinheiten für mehr Rechenleistung bei einfacher Genauigkeit, zudem unterstützen sie den QVNNI-Befehlssatz für beschleunigte künstliche Intelligenz.

Alle Xeon Phi entstammen dem 2006 gestarteten Larrabee-Projekt, welches eigentlich für Grafikkarten gedacht war. Das klappte aber nicht wie geplant, weshalb Intel daraus die MIC-Architektur (Many Integrated Core) und mit Knights Ferry ein 45-nm-Design entwarf. Der 2010 vorgestellte Chip hatte 32 x86-Kerne und nutzte GDDR5-Speicher, die Beschleunigerkarten waren primär Entwicklungskits. 2012 folgte Knights Corner alias Xeon Phi 3100/7100 mit 22-nm-Technik und bis zu 61 Kernen, ebenfalls als Steckkarten.

2016 ließ Intel die Knights Landings alias Xeon Phi 7200 im 14-nm-Node folgen, diese aber sind gesockelte Prozessoren mit bis zu 72 Kernen und bis auf wenige Details identisch zu den Knights Mill von 2017. Zwischenzeitlich führte Intel noch Knights Hill auf den Roadmaps, das Design wurde jedoch unter anderem wegen Problemen mit dem 10-nm-Prozess eingestellt und hat keinen direkten Nachfolger - denn Xeon Phi ist am Ende.

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