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Drohnen-Technologie: Rheinmetall-Chef erntet Kritik für Aussagen zu Ukrainekrieg

"Nichts, aber auch gar nichts verstanden" : Tom Enders, Verwaltungsratschef des Rüstungskonzerns KNDS, ist entsetzt über Aussagen von Armin Papperger.
/ Achim Sawall
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Der damalige Airbus-Vorstandsvorsitzender Tom Enders am 14. Februar 2019 in Blagnac (Bild: REMY GABALDA / AFP via Getty Images)
Der damalige Airbus-Vorstandsvorsitzender Tom Enders am 14. Februar 2019 in Blagnac Bild: REMY GABALDA / AFP via Getty Images

Die Aussagen von Rheinmetall-Chef Armin Papperger zur ukrainischen Drohnenproduktion entfachen in der Branche Kritik. "Wer solche Äußerungen macht, der zeigt, dass er nichts, aber auch gar nichts verstanden hat von den dramatischen Veränderungen moderner Kriegsführung, die wir in der Ukraine, aber jetzt auch am Golf besichtigen können" , hat der Verwaltungsratsvorsitzende von KNDS, Tom Enders, dem Handelsblatt(öffnet im neuen Fenster) gesagt.

Weiter sagte er: "Software, Robotik, KI spielen eine immer wichtigere Rolle." KNDS entstand im Jahr 2015 durch den Zusammenschluss des deutschen Rüstungsunternehmens Krauss-Maffei Wegmann (KMW) und des französischen staatlichen Nexter Systems.

Hashtag #LEGODrones

Der ehemalige Airbus-Chef Enders reagierte auf Aussagen Pappergers, der im US-Magazin The Atlantic die ukrainische Drohnentechnologie als ein "Spielen mit Legosteinen" bezeichnet hatte. Ukrainische Hersteller nannte der Rheinmetall-Chef "Hausfrauen" , die Bauteile in Küchen mithilfe von 3D-Druckern produzierten. "Das ist keine Innovation" , sagte Papperger.

Unter dem Hashtag #LEGODrones sammelt sich in sozialen Medien die Kritik. Auch der ukrainische Präsident Wolodymyr Selenskyj äußerte sich am 30. März. "Wenn jede ukrainische Hausfrau tatsächlich Drohnen bauen kann, dann kann jede ukrainische Hausfrau auch die Chefin von Rheinmetall sein" , schrieb Selenskyj auf X. "Ich gratuliere der ukrainischen Rüstungsindustrie zu diesem hohen Niveau."

Am vergangenen Wochenende reiste Selenskyj nach Saudi-Arabien und in die Arabischen Emirate, um über den Verkauf ukrainischer Systeme zu verhandeln, die sich in der Abwehr der vom Iran entwickelten, kostengünstigen Kamikaze-Shahed-Drohnen bewährt haben.


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