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Knack 2 im Kurztest: Klötzchen kämpfen besser

Auf Knopfdruck vom Riesenbiest zum kleinen Knuddelmonster und wieder zurück: Knack 2 spielt erneut mit der Wandlungsfähigkeit seines modularen Helden. Eine Empfehlung ist der PS4-exklusive Actiontitel vor allem für jüngere Spieler und Einsteiger.
/ Peter Steinlechner
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Artwork von Knack 2. (Bild: Bild: Sony / Screenshot: Golem.de)
Artwork von Knack 2. Bild: Bild: Sony / Screenshot: Golem.de

Was macht ein riesiges Kampfmonster, wenn es sich gegen ein noch viel größeres Kampfmonster wehren muss? Das ist eine der Fragen im Actionspiel Knack 2. Da bekommt es die aus vielen Klötzchen bestehende Hauptfigur Knack in der Stadt New Heaven mit einem gigantischen Gegner zu tun – aber bevor der mutmaßliche Kampf beginnt, springt das Spiel sechs Monate zurück und erzählt die Vorgeschichte. Spieler können allein oder mit einem zweiten Knack im gut gemachten Koopmodus antreten.

Knack 2 – Trailer (PSX 2016)
Knack 2 – Trailer (PSX 2016) (01:21)

Die Story dreht sich um fiese Kobolde und um alte, eigentlich stillgelegte Kampfroboter – hinter denen natürlich mehr steckt, als es zunächst den Anschein hat. Die etwa zehn Stunden umfassende Handlung wird vor allem in Zwischensequenzen und in Gesprächen mit Knack und seinen Freunden erzählt. Sehr anspruchsvoll oder gar dramatisch ist das Ganze nicht: Knack 2 ist eher für jüngere Spieler und Einsteiger gedacht, die trotz einiger kniffliger Stellen zumindest im niedrigsten der vier Schwierigkeitsgrade kaum auf ernsthafte Probleme stoßen sollten.

Gegenüber dem Vorgänger wurde vor allem das Kampfsystem überarbeitet. Knack kann nun mehr Treffer einstecken, gleichzeitig aber mit wesentlich mehr Schlägen und Tritten sowie weiteren Angriffsmanövern vielfältiger austeilen. Neben gelegentlichen Prügeleien mit Kobolden und Robotern zwischendurch gibt es auch einige längere Abschnitte, in denen fast nur die Fäuste fliegen.

Die meiste Zeit verbringt Knack in schön gestalteten und abwechslungsreichen, aber auch sehr linearen Levels, in denen er zum Vorankommen allerlei Schalter- und Kistenrätsel löst. Dabei muss er natürlich immer wieder seine Gestalt wechseln, sprich: Er muss sich auf Knopfdruck in seine Miniform verwandeln, um durch enge Stellen zu gelangen, oder sich ebenfalls auf Knopfdruck in die große Version zusammensetzen. In einigen Umgebungen kommen noch Spezialversionen dazu, die Knack besondere Fähigkeiten verpassen.

Die Grafik von Knack 2 macht einen durchwachsenen Eindruck. Die Animationen der aus lauter Klötzchen zusammengesetzten Hauptfigur sehen schön aus – es macht allein schon Spaß, Knack beim Verändern seiner Form zu beobachten. Die Umgebungen sind teils schick, dann aber auch sehr einfach aufgebaut und texturiert.

Obwohl das Spiel bei Sonys Japan Studios(öffnet im neuen Fenster) unter der Leitung des Playstation-Chefdesigners Mark Cerny entstanden ist, hat man eigentlich nie den Eindruck, dass die Leistungsfähigkeit der Konsole auch nur ansatzweise ausgereizt wird. Besitzer der PS4 Pro können wählen, ob sie in 1080p mit einer Bildrate von festen 60 fps antreten oder in 4K-Auflösung mit einer variablen Bildrate.

Verfügbarkeit

Plattform: Playstation 4 (45 Euro). Erscheinungstermin: 6. September 2017; spielbare Demo im PS Store verfügbar. Sprache: Deutsch. USK: ab 12 Jahre.

Fazit

+ grundsympathische, originelle Hauptfigur
+ gute Mischung aus Action und Rätseln
+ sehr fair in allen Schwierigkeitsgraden
+ ordentlicher Umfang (rund 10 Stunden)
+ Grafik teils hübsch

- bieder inszenierte Handlung
- stellenweise unübersichtliche Kamerawinkel
- Grafik teils nicht so hübsch


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