Klimawandel: Trump will doch nicht das Internet löschen

Der vom Menschen verursachte Klimawandel ist nach Ansicht von US-Präsident Donald Trump eine Erfindung der Chinesen. Über wissenschaftliche Aussagen zum Klimawandel hat sich nun ein bizarrer Streit über Löschungen und Twitter-Accounts entwickelt.

Artikel veröffentlicht am ,
Der alternative Twitter-Account der Nationalpark-Ranger
Der alternative Twitter-Account der Nationalpark-Ranger (Bild: twitter.com/Screenshot: Golem.de)

Löschen oder nicht? Nach dem Amtsantritt von US-Präsident Donald Trump streitet sich die neue US-Regierung offenbar mit Regierungsbehörden über den Umgang mit wissenschaftlichen Fakten zum Klimawandel. Die angebliche Löschung der entsprechenden Dokumentationen auf den Internetseiten der US-Umweltbehörde EPA ist aber offenbar vom Tisch. Es gehe lediglich darum, die "redaktionellen" Teile auf der Website zu überarbeiten, sagte der Sprecher des "Brückenkopfteams", Doug Ericksen, der Tageszeitung The Hill.

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Laut Ericksen, der für die Republikaner im Senat des US-Bundesstaats Washington sitzt, soll die Website jedoch ein wenig "geschrubbt" und "aufgefrischt" werden. Bislang sind die Klimadaten auf der Seite der EPA immer noch abrufbar. Inzwischen wurde von Freiwilligen die Website www.climatemirror.org angelegt, auf der Klimadaten der US-Bundesbehörden für die Öffentlichkeit gesichert werden sollen. Zwei anonyme Mitarbeiter der EPA hatten zuvor der Nachrichtenagentur Reuters gesagt, dass die Seiten zum Klimawandel vom Netz genommen werden sollten. Damit werde eine "jahrelange Arbeit verschwinden", sagten die Mitarbeiter demnach.

Konktakte zu Medien untersagt

Trump hatte vor mehr als vier Jahren getwittert: "Das Konzept des Klimawandels wurde von den und für die Chinesen geschaffen, um die US-Hersteller aus dem Wettbewerb zu verdrängen." In seinem unmittelbar nach Amtsantritt veröffentlichten Amerika-zuerst-Energieplan beklagte er, dass "beschwerliche Regulierungen" die Energieindustrie zu lange eingeschränkt hätten. Trump will daher "schädliche" und "unnötige" Vorgaben wie den "Klimaaktionsplan" und Wasserschutzvorschriften seines Vorgängers Barack Obama aufheben. Die neue US-Regierung will die eigenen Energievorräte im geschätzten Wert von 50 Billionen US-Dollar möglichst intensiv nutzen, um mit den Einnahmen die marode Infrastruktur des Landes zu erneuern.

Um kritische Stimmen gegen diese Pläne zu unterdrücken, soll den entsprechenden US-Bundesbehörden, darunter den Nationalparkdiensten, vorerst jegliche Kommunikation mit der Öffentlichkeit untersagt worden sein. Darunter entwickelte sich ein bizarrer Streit über die Nutzung offizieller Twitter-Accounts, der zur Einrichtung "alternativer" Accounts führte. Unter dem Account AltNatParkSer twittern seitdem Nationalpark-Ranger kritisch über die neue US-Regierung: "Wir können es gar nicht erwarten, dass Präsident Trump uns als FAKE NEWS bezeichnet. Du kannst uns unseren offiziellen Twitter-Account nehmen, aber niemals unsere freie Zeit!" Schon nach wenigen Tagen hat der Account fast eine Million Follower, während der offizielle Twitter-Feed der US-Nationalparks nur 380.000 Follower zählt.

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Trollversteher 27. Jan 2017

Das stimmt ;-)

Trollversteher 27. Jan 2017

Es gibt unzählige Fotos, Videos und wecam-streams, die belegen, dass bei Trumps...

Häxler 27. Jan 2017

Der wars. Und schuld sind die Medien. BAD!

AllDayPiano 27. Jan 2017

So abwägig ist das nicht! Wenn die Mexikaner nicht viel haben. Sie haben Stolz. Trumps...



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