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Klimawandel: Hitzewelle führt zu Serverausfällen bei Google und Oracle

Mehr als 40 Grad sind in Großbritannien gemessen worden. Darauf waren Rechenzentren nicht vorbereitet, Server mussten abgeschaltet werden.
/ Oliver Nickel
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Die hohen Sommertemperaturen sind nicht gut für Technik. (Bild: Pexels/Johannes Plenio)
Die hohen Sommertemperaturen sind nicht gut für Technik. Bild: Pexels/Johannes Plenio

40,3 Grad: Im Osten des Vereinigten Königreiches sind Rekordtemperaturen gemessen worden. Unternehmen waren darauf teils nicht vorbereitet. Dazu zählten wohl auch Google und Oracle. Beide mussten Teile ihrer Cloud-Rechenzentren offline nehmen, da eine Überhitzung drohte. Infolgedessen waren einige Webseiten und Dienste nicht mehr erreichbar.

Bei Google war besonders die Cloud-Zone Europe-West2 betroffen, die teilweise auch Kunden innerhalb der EU bedient. "In einem unserer Gebäude, das einen Teil der Kapazität für die Zone europe-west2-a für die Region europe-west2 beherbergt, ist ein kühlungsbedingter Fehler aufgetreten, der noch nicht vollständig behoben ist" , schreibt Google(öffnet im neuen Fenster) auf seiner Statusseite. Einige Kunden konnten daher keine virtuellen Maschinen mehr in dieser Region aufsetzen.

Hohe Temperaturen auch in Deutschland erwartet

Oracle bestätigte(öffnet im neuen Fenster) die Ursache: Durch die enorme Hitze sei das Kühlsystem in einem Rechenzentrum ausgefallen, und Server mussten heruntergefahren werden. "Aufgrund der ungewöhnlichen Temperaturen in der Region kam es bei einer Teilmenge der Kühlinfrastruktur im Rechenzentrum von UK South (London) zu einem Problem" , meldete das Unternehmen. Daraus resultierend wurden Teile der Infrastruktur deaktiviert, um Schäden zu verhindern.

Beide Unternehmen stellten ihre Dienste nach eigenen Aussagen mittlerweile wieder her. Das Problem könnte sich in den nächsten Wochen indes wiederholen: Auch in Deutschland sprechen Wetterdienste derzeit Hitzewarnungen für die folgenden Tage aus. Laut dem Portal Wetteronline(öffnet im neuen Fenster) sollen die Temperaturen etwa in Frankfurt am Main, einem wichtigen Knotenstandpunkt für Rechenzentren und Cloud-Infrastruktur, 36 Grad erreichen. Es wird sich zeigen, wie stark IT-Systeme davon beeinflusst werden.


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