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Klimawandel: Googles Ex-CEO hofft auf KI als Problemlöser

Googles ehemaliger CEO Eric Schmidt befürwortet einen exzessiven KI -Ausbau – mit einer interessanten Begründung.
/ Johannes Hiltscher
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Eric Schmidt 2018 bei der Münchner Sicherheitskonferenz - neben Lösungen gegen den Klimawandel setzt er für Waffen auf KI. (Bild: Hecker/MSC)
Eric Schmidt 2018 bei der Münchner Sicherheitskonferenz - neben Lösungen gegen den Klimawandel setzt er für Waffen auf KI. Bild: Hecker/MSC

In Künstlicher Intelligenz (KI) sehen ihre Befürworter nicht weniger als die Lösung für so ziemlich jedes Menschheitsproblem. Zu diesen Fürsprechern gehört auch Googles ehemaliger CEO Eric Schmidt. Laut Business Insider(öffnet im neuen Fenster) äußerte der bei einer KI-Konferenz in der US-Hauptstadt Washington, D.C. die Hoffnung, dass KI eine Lösung für den Umgang mit den Auswirkungen des Klimawandels finden könne.

Daher sollten Unternehmen so intensiv wie möglich in die Technologie investieren – die aufgrund ihres hohen Energie- und Wasserbedarfs und damit verbundenen CO 2 -Emissionen vielfach kritisiert wird. Schmidts Ansicht nach ist das allerdings auch egal, da die gesteckten Klimaziele sowieso nicht mehr zu erreichen seien. Dafür fehle der Menschheit die notwendige Organisation.

Schmidt ist der Meinung, dass die Menschheit ohnehin Probleme bekommen werde – auch ohne KI-Ausbau. Daher würde er eher darauf setzen, dass KI für diese eine Lösung findet, anstatt den Ausbau einzuschränken. Hoffnungen, die Umweltauswirkungen der dafür eingesetzten riesigen Rechenzentren durch technische Verbesserungen zu verringern, erteilte Schmidt hingegen eine Absage. Der Umfang des geplanten Ausbaus werde deren Effekte übertreffen.

Energiebedarf explodiert

Probleme zeichnen sich bereits ab: So stiegen die CO 2 -Emissionen von Microsoft etwa zuletzt, obwohl das Unternehmen eigentlich bis 2030 klimaneutral sein wollte. Um den enormen Energiebedarf seiner Rechenzentren zu decken, sicherte sich das Unternehmen zuletzt die Stromproduktion eines gesamten Kernkraftwerks .

Das Beratungsunternehmen McKinsey geht davon aus, dass sich der Energiebedarf von Rechenzentren allein in den USA bis 2030 gegenüber 2024 mehr als verdreifachen wird(öffnet im neuen Fenster) : Mit erwarteten 606 Terawattstunden würden diese dann fast 12 Prozent der US-Stromproduktion benötigen. Dabei wurden allerdings nicht nur KI-Rechenzentren betrachtet.


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