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Klimawandel:
Der Golfstrom braucht den kühlen Norden - und wir ihn

Das nordatlantische Tiefenwasser war während der letzten Eiszeit ähnlich kalt und ausgedehnt wie heute. Das dürfte sich bei stärkerer Klimaerwärmung ändern – und hätte wohl starke Auswirkungen auf den Golfstrom.
/ Dirk Eidemüller
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Mit dem Forschungsschiff Neil Armstrong ging es zum Sedimentsammeln. (Bild: Alice Carter-Champion, UCL)
Mit dem Forschungsschiff Neil Armstrong ging es zum Sedimentsammeln. Bild: Alice Carter-Champion, UCL

Die großen Wasserströmungen in den Ozeanen umfassen die gesamte Erde. Sie sind verantwortlich für den Temperaturausgleich zwischen verschiedenen Weltregionen und transportieren riesige Mengen an Salz und Sauerstoff rund um den Globus. Die hierzulande bekannteste Teilströmung der weltweiten Zirkulation ist der Golfstrom, der warmes Oberflächenwasser aus der Karibik in den Nordatlantik befördert. Das sorgt auch in unseren Breitengraden – von Nordafrika bis nach Skandinavien – für ein wärmeres und stabileres Klima.

Wenn dieses Wasser auf dem Weg nach Norden abkühlt, sinkt es dann ungefähr bei Grönland in die Tiefe. Denn kaltes Wasser hat eine höhere Dichte als warmes, außerdem sorgt die Bildung von Meereis dafür, dass der Salzgehalt des ungefrorenen Wassers steigt, was die Dichte weiter erhöht.

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