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CCS in der Industrie

Während Kraftwerke geschlossen und durch erneuerbare Energiequellen ersetzt werden können, lassen sich prozessbedingte Kohlendioxid-Emissionen nicht vermeiden. Etwa in der Stahl-, Raffinerie- oder Zementindustrie. Hier kommt nur die Abscheidung infrage, will man das Klima entlasten. Allerdings geht es nicht darum, das abgetrennte Kohlendioxid im Untergrund zu speichern, sondern erneut zu nutzen. Etwa in sogenannten Power-to-X-Prozessen. "Die Abscheideverfahren sind bekannt und Stand der Technik", sagt Peter Markewitz. Im EU-Forschungsprojekt Cemcap suchen Forscher die Möglichkeiten für solche Technologien in der Zementindustrie.

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Eine spannende Variante der Nutzung von Kohlendioxid erproben derzeit Schweizer Ingenieure. Das Unternehmen Climeworks, eine Ausgründung der Eidgenössischen Technischen Hochschule Zürich, filtert pro Jahr rund 900 Tonnen Kohlendioxid aus der Luft und leitet sie in ein nahe gelegenes Gewächshaus. Darin sorgt das Treibhausgas für beschleunigtes Wachstum von Tomaten oder Gurken. Bald wollen die Schweizer weitere und vor allem größere Anlagen dieser Art bauen. Sie sind beispielsweise bei dem Projekt auf Island beteiligt, bei dem das Schadgas versteinert wird.

Für Eigenheimbesitzer dürfte das Konzept des Rostocker Unternehmens Willpower interessant sein. Das sieht vor, klimaschädliches Kohlendioxid in Kraftstoff zu verwandeln. Im Fokus steht eine kleine Einheit, die im Keller von Einfamilienhäusern Platz findet. Das System ermöglicht die Herstellung von Methanol aus den Ressourcen Kohlendioxid, das aus der Umgebungsluft gefiltert wird, Wasser und Strom. Methanol kann ähnlich wie gewöhnlicher Treibstoff gespeichert und später zum Heizen oder zur Stromerzeugung verbrannt werden.

Biomasse zieht Kohlendioxid aus der Luft

Bislang noch weitgehend kühne Träumerei sind Anlagen, die eine negative Kohlendioxid-Bilanz aufweisen, der Atmosphäre im Betrieb also Kohlendioxid entziehen. Fachleute sprechen dabei von der Biomasseverbrennung mit CCS (Bio-energy with carbon capture and storage, BECCS). Eine Option ist es etwa, im großen Stil schnell wachsende Biomasse anzubauen, diese zu verfeuern und das Kohlendioxid abzuscheiden. So könnte es gelingen, die Kohlendioxidkonzentration in der Atmosphäre zu senken. Doch um dieses Ziel zu erreichen, bräuchte es gigantische Anbauflächen und viele, viele Anlagen, die Kohlendioxid abscheiden und speichern. Zudem steht diese Option in Flächenkonkurrenz mit dem Lebensmittelanbau.

Am umweltfreundlichsten ist es also, erst gar kein Kohlendioxid zu erzeugen. Dann braucht es auch keine aufwendigen und teuren Abscheidetechnologien.

 Klimaschutz: Unter der Erde ist das Kohlendioxid gut aufgehoben
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plutoniumsulfat 20. Apr 2018 / Themenstart

Öl ist noch viel zu billig, deswegen funktioniert das auch so.

plutoniumsulfat 20. Apr 2018 / Themenstart

Das Problem ist ein globales und muss auch so gelöst werden. Fängt an bei den Produzenten...

plutoniumsulfat 19. Apr 2018 / Themenstart

Wärs nicht einfacher, Anreize zu schaffen, dass man erst gar kein Plastik ins Meer kippt?

as112 19. Apr 2018 / Themenstart

Ist doch geil. Am besten neben einem Atommüllendlager (die ja auch ganz ganz sicher sind...

as112 19. Apr 2018 / Themenstart

So ungefähr hätte dieser Artikel in den 70ern gelautet.

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