Klimaschutz: EU genehmigt Wasserstoffprojekte in Milliardenhöhe
Bei der Umstellung der Wirtschaft auf eine klimaneutrale Produktion dürfen die EU-Mitgliedstaaten geplante Wasserstoffprojekte mit 6,9 Milliarden Euro unterstützen. Die EU-Wettbewerbshüter hätten am 15. Februar 2024 ihre Zustimmung für die Förderung zur Unterstützung der Energiewende erteilt, teilte das Bundesministerium für Wirtschaft und Klimaschutz mit(öffnet im neuen Fenster) .
Die Bundesregierung und die jeweiligen Bundesländer planen demnach, sich mit rund 4,6 Milliarden Euro an den deutschen IPCEI-Wasserstoffinfrastrukturprojekten zu beteiligen.
Gefördert würden Projekte entlang der gesamten Wasserstoffwertschöpfungskette von der Erzeugung von grünem Wasserstoff über Transport- und Speicherinfrastruktur bis zur Nutzung in der Industrie. "Die Projekte in Deutschland sollen maßgeblich zur Umsetzung der Nationalen Wasserstoffstrategie beitragen und um die Ziele der Umwelt-, Energie- und Verkehrsstrategie der Europäischen Union zu erreichen" , hieß es.
Acht Milliarden Euro für deutsche Projekte
Deutsche Unternehmen beteiligen sich laut Ministerium mit rund 3,4 Milliarden Euro an den 24 Projekten des Hy2infra-Vorhabens. Damit summiere sich das gesamte Investitionsvolumen hierzulande auf etwa 8 Milliarden Euro.
Für alle Projekte, mit Ausnahme einer Meerespipeline, würden 70 Prozent der Fördermittel durch den Bund und 30 Prozent durch die jeweiligen Bundesländer bereitgestellt. Die Pipeline soll Wasserstoff transportieren, der mit Windenergie in der Nordsee erzeugt wird. Dieses Projekt wird komplett vom Bund gefördert.
Nach Angaben der EU-Kommission(öffnet im neuen Fenster) wird die Installation von Großelektrolyseuren mit einer Kapazität von 3,2 Gigawatt zur Erzeugung von erneuerbarem Wasserstoff bezuschusst. Ebenfalls sollen Fernleitungen mit einer Länge von etwa 2.700 km neu errichtet oder umgenutzt werden. Zudem sind Fördermittel für die Entwicklung großer Wasserstoffspeicheranlagen mit einer Kapazität von mindestens 370 GWh vorgesehen.
Wissing entlässt Referatsleiter
Unterdessen wurde bekannt, dass Bundesverkehrsminister Volker Wissing (FDP) mehrere Mitarbeiter im Zusammenhang mit der Förderung von Wasserstoffprojekten von ihren Aufgaben entbunden hat. Der Leiter des Referates Wasserstoff und Brennstoffzellen in der Mobilität sei mit sofortiger Wirkung von der Referatsleitung entbunden worden, teilte das Ministerium am 15. Februar 2024 mit(öffnet im neuen Fenster) . Nach der erneuten Prüfung von Unterlagen seien "deutliche Ungereimtheiten und Widersprüche" bei den Bewilligungsverfahren festgestellt worden.
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