Klimaschutz: Deutschland unterstützt Verbrenner-Aus ab 2035

Die Bundesregierung unterstützt ein Ende des Verbrennungsmotors bis 2035. Motoren für E-Fuels soll es dann nur noch bei Sonderfahrzeugen geben.

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Neuwagen sollen ab 2035 emissionsfrei unterwegs sein.
Neuwagen sollen ab 2035 emissionsfrei unterwegs sein. (Bild: Peter Nicholls/Reuters)

Nach dem Willen der Bundesregierung sollen vom Jahr 2035 an keine Verbrennerfahrzeuge mehr neu zugelassen werden dürfen. Damit unterstütze Deutschland einen entsprechenden Vorschlag der EU-Kommission, teilte das Bundesumweltministerium am 17. März 2022 mit. Außerdem spricht sich die Bundesregierung dafür aus, den Emissionshandel EU-weit auf den Wärme- und Verkehrsbereich auszudehnen. Solche zusätzlichen CO2-Abgaben auf Brenn- und Kraftstoffe werden in Deutschland bereits verlangt.

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Anlass der Mitteilung ist ein Treffen der für Umwelt- und Klimaschutz zuständigen Minister der EU in Brüssel. Im sogenannten EU-Umweltrat wurde das Klimaschutzpaket "Fit-for-55" beraten, das die EU-Kommission im Juli 2021 vorgestellt hatte. Dieses sieht unter anderem vor, die EU bis zum Jahr 2050 klimaneutral zu machen.

Bundesumweltministerin Steffi Lemke (Grüne) sagte: "Deutschland unterstützt ein Ende des Verbrennungsmotors für Pkw und leichte Nutzfahrzeuge in der EU ab 2035. Mit E-Fuels betriebene Verbrennungsmotoren sind nach 2035 nur außerhalb der CO2-Flottengrenzwerte eine Option." Letzteres bedeutet, dass nur solche Fahrzeuge mit E-Fuels angetrieben werden dürfen, für die die Flottengrenzwerte nicht gelten. Das könnten beispielsweise Sonderfahrzeuge wie Krankenwagen oder Feuerwehrautos sein. Ebenfalls unterstütze die Regierung das Ziel, die Treibhausgasemissionen von neuen Pkw bis 2030 um mindestens 55 Prozent gegenüber 2021 zu senken.

Die Autoindustrie hält den Einsatz von E-Fuels für unverzichtbar, um die Klimaschutzziele zu erreichen. Das gilt allerdings vor allem für die Bestandsfahrzeuge, die über keinen Elektro- oder Wasserstoffantrieb verfügen. Dem Verband der Automobilindustrie (VDA) zufolge werden in Deutschland im Jahr 2030 noch 30 Millionen Pkw mit Benzin- und Dieselmotoren unterwegs sein.

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Allerdings ist die Herstellung von klimaneutralem synthetischem Treibstoff sehr energieintensiv und teuer. Zudem gibt es in der Praxis nur wenige Anlagen, die E-Fuels herstellen können.

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Quantium40 04. Mai 2022

Vielleicht unterliegst du auch einer statistischen Wahrnehmungsverzerrung bedingt durch...

wgvdl 19. Mär 2022

Bisher sind alle Zukunftsprognosen gnadenlos ins Wasser gefallen. Eigentlich müsste der...

AllDayPiano 19. Mär 2022

Strom doppelt so teuer, Benzin vier mal so teuer. Benzin ist ein totes Pferd. Schon...

nolivier 18. Mär 2022

Dir ist schon bewusst, was ein kompletter umstieg auf E-Autos bedeuten würde? Da braucht...



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