Klimaschutz: Climeworks baut zweite Kohlendioxid-Filteranlage in Island

Climeworks will im Jahr 2030 Megatonnen an Kohlendioxid aus der Luft ziehen. Das Schweizer Unternehmen baut gerade die zweite Abscheidungsanlage.

Artikel veröffentlicht am ,
Baustelle von Mammoth in Island: Kohlendioxid wird im Boden gespeichert.
Baustelle von Mammoth in Island: Kohlendioxid wird im Boden gespeichert. (Bild: Climeworks)

Mammut schlägt Orca: Das Schweizer Unternehmen Climeworks hat mit dem Bau einer zweiten Anlage für die Kohlendioxidabscheidung begonnen. Sie soll in spätestens zwei Jahren einsatzbereit sein.

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Die Anlage mit der Bezeichnung Mammoth soll auf dem Gelände des Geothermiekraftwerks Hellisheiði im Südwesten Islands entstehen. Mammoth soll im Jahr 36.000 Tonnen Kohlendioxid abscheiden. Das Geothermie-Kraftwerk liefert den Strom dazu.

Climeworks hat vor einigen Jahren eine Technik vorgestellt, um Kohlendioxid aus der Atmosphäre zu entfernen. Das Kohlendioxid wird dann in Wasser gelöst und in Basaltgestein eingebracht. Dort wird es mineralisiert und ist anschließend in fester Form als Kalziumkarbonat gebunden. Diese Speichertechnik stammt von dem isländischen Unternehmen Carbfix.

Kohlendioxid für synthetische Kraftstoffe

Solche Direct-Air-Capture-Anlagen könnten aber auch für andere Anwendungen genutzt werden, in der chemischen Industrie beispielsweise und bei der Produktion von synthetischen Treibstoffen. Wenn man kohlenstoffhaltige Chemikalien, beispielsweise Methanol, mit Hilfe erneuerbarer Energien produzieren möchte, benötigt man Kohlendioxid.

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Das Unternehmen betreibt bereits zwei solcher Anlagen in Hellisheiði. Seit vergangenem Jahr ist Orca in Betrieb. Diese Anlage soll 4.000 Tonnen Kohlendioxid im Jahr aus der Atmosphäre entfernen. Die 2017 in Betrieb genommene Pilotanlage erreichte 50 Tonnen pro Jahr.

Die Bauzeit für Mammoth soll 18 bis 24 Monate betragen. Die Anlage soll also im Laufe des Jahres 2024 in Betrieb gehen. Climeworks plant, bis zum Jahr 2030 Kohlendioxidabscheidungs-Kapazitäten im Megatonnenbereich zu installieren, bis zum Jahr 2050 im Bereich von Gigatonnen.

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HabeHandy 01. Jul 2022 / Themenstart

Da wäre die Lösung das Methan abzutrennen und in Kraftwerken zu Strom + Co2 zu wandeln.

HabeHandy 01. Jul 2022 / Themenstart

Es wäre sinnvoller Island ans europäische Stromnetz anzuschließen um den für die CO2...

jim 01. Jul 2022 / Themenstart

Das ganze ist von A bis Z ein Witz (und ein schlechter oben drauf). Habe eine...

katze_sonne 30. Jun 2022 / Themenstart

Nö, lt. Artikel wird das CO2 im Boden gespeichert.

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