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Klimaschutz: Britische Regierung verpflichtet sich zu Klimaneutralität

Das mit dem Brexit hat Theresa May nicht hinbekommen. Jetzt versucht die scheidende britische Premierministerin, in anderen Bereichen ein politisches Erbe zu schaffen. Etwa beim Umweltschutz.

Artikel veröffentlicht am ,
Britische Premierministerin Theresa May: "Warten ist keine Option."
Britische Premierministerin Theresa May: "Warten ist keine Option." (Bild: Charles McQuillan/AFP/Getty Image)

Keine Kohlendioxid-Emissionen mehr: Die britische Regierung hat sich verpflichtet, bis zum Jahr 2050 den Nettoausstoß des Gases auf Null zu reduzieren, also klimaneutral zu werden. Das hat Premierministerin Theresa May angekündigt.

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Die Verpflichtung ist eine Ergänzung zum Climate Change Act aus dem Jahr 2008. Es handelt sich um eine Rechtsverordnung, die keiner Abstimmung im Parlament bedarf. Das Committee on Climate Change (CCC) hatte das Datum vorgeschlagen. Anders als vom CCC gefordert, lässt May aber den internationalen Emissionsrechtshandel zu. Das hatte der CCC abgelehnt.

Großbritannien sei das erste der großen Industrieländer, das Klimaziele langfristig gesetzlich festschreibe, sagte May. Die Premierministerin, die in Kürze ihr Amt aufgeben wird, habe ihre Aufmerksamkeit nach dem verschobenen Brexit anderen Politikfeldern zugewandt, berichtet die britische Tageszeitung The Guardian. Dazu gehörten beispielsweise die Bekämpfung der modernen Sklaverei und eben die Umwelt.

Es sei jetzt an der Zeit, Maßnahmen zu ergreifen, um die Umwelt zu schützen, sagte May. "Warten ist keine Option. Bis 2050 Nettonull zu erreichen, ist ein ehrgeiziges Ziel, aber es zu erreichen ist entscheidend, um sicherzustellen, dass wir unseren Planeten für kommende Generationen schützen."

Kohlekraftwerke standen 18 Tage still

Großbritannien habe die industrielle Revolution angeführt, sagte May. "Jetzt müssen wir die Welt zu einer saubereren, grüneren Form des Wachstums führen." Das Land probt bereits den Kohleausstieg: In diesem Jahr gab es mehrere Testläufe ohne Kohleverstromung. So standen Anfang Mai die Kohlekraftwerke 193 Stunden und 25 Minuten still, Ende des Monates 438 Stunden und 10 Minuten lang - das sind über 18 Tage. Der Kohleausstieg in Großbritannien ist für das Jahr 2025 geplant.

Beifall, aber auch Kritik bekam May von Umweltschützern: Sie begrüßen das Ziel, klimaneutral zu werden. Sie wollen es aber früher erreichen und lehnen den Emissionshandel ab. "Als Geburtsort der industriellen Revolution ist es richtig, dass Großbritannien die erste große Volkswirtschaft der Welt ist, die sich verpflichtet hat, ihren Beitrag zum Klimawandel zu beenden", kommentierte Doug Parr von Greenpeace UK. "Aber zu versuchen, die Last durch den internationalen CO2-Emissionshandel auf die Entwicklungsländer abzuschieben, untergräbt diese Verpflichtung."

Neben Großbritannien planen auch weitere europäische Länder die Klimaneutralität, darunter Frankreich wie Großbritannien 2050, Finnland (2035) und Norwegen (2030). Deutschland hat Anfang des Jahres gerade mal den Ausstieg aus Kohleverstromung bis 2038 beschlossen.



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ClausWARE 14. Jun 2019 / Themenstart

Gott brauchts dafür auch nicht, das machen schon die Banken am laufenden Band.

M.P. 13. Jun 2019 / Themenstart

... dass bis 2050 Fessenheim weiter betrieben werden darf ;-) Wenn Deutschland weiter auf...

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