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Klimasatellit Pace: Nasa startet Trumps-Hassprojekt ins Weltall

Mit SpaceX startet das Pace-Projekt der Nasa. Die Entwicklung des Klima-Satelliten wurde trotz damaligen Widerstands der Trump-Regierung vorangetrieben.

Ein Bericht von Patrick Klapetz veröffentlicht am
Eine künstlerische Darstellung des Pace-Satelliten in der Erdumlaufbahn. (Bild: Nasa, X)

Am 8. Februar 2024 ist die neuste Mission der amerikanischen Raumfahrtbehörde Nasa in die Erdumlaufbahn aufgebrochen. Der Pace-Satellit soll die Ozeane und die Erdatmosphäre vom Weltraum aus beobachten. Das Akronym steht für Plankton, Aerosol, Wolken, Ökosystem Ozean (Plankton, Aerosol, Cloud, ocean Ecosystem).

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Die Daten von Pace sollen einige Lücken im Verständnis des Klimawandels schließen. Sie werden unter anderem Informationen über die Ozeane und die Luftqualität liefern, aber auch die winzigen Meeresorganismen Phytoplankton erforschen. Diese absorbieren Kohlendioxid aus der Atmosphäre und reinigen die Luft dadurch von dem Treibhausgas.

Jedoch verarbeitet jede Art von Plankton Kohlendioxid anders. Die Konzentrationen des Phytoplanktons verändern sich in Abhängigkeit von den klimatischen Veränderungen. Plankton beeinflusst nicht nur den Klimawandel, es wird auch vom Klimawandel beeinflusst.

Auch Aerosole (Partikel aus Staub, Rauch, Gischt und industriellen Aktivitäten) reflektieren das Sonnenlicht und sorgen für die Bildung von Wolken. Diese können wiederum die globale Erwärmung dämpfen. Doch der Einfluss von Aerosolen sei laut Karen St. Germain (zuständig für alle geowissenschaftlichen Missionen der Nasa) die "größte Quelle natürlicher Unsicherheit bei der Vorhersage des Klimawandels". Die Mission könnte Erkenntnisse darüber liefern, wie sich Wolken bilden und welche Rolle dies bei der Entstehung von Unwettern oder Wirbelstürmen spielt.

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Widerstand aus dem Weißen Haus

Das vor neun Jahren gestartete Projekt stand jedoch fast vor dem Aus. Es geriet ins Visier des damaligen US-Präsidenten Donald Trump, der während seiner Legislaturperiode jedes Jahr die Streichung der Mittel für das Pace-Projekt forderte. Kein Wunder, denn es handelt sich um einen Klimaforschungssatelliten und Trump gilt als Leugner der Theorie des vom Menschen verursachten Klimawandels.

Die American Geophysical Union (AGU) bezeichnete 2018 die Bemühungen der Trump-Regierung zur Mittelkürzung von Klimaforschungsprogrammen für kurzsichtig. "Wir erwarten, dass der Kongress weitaus realistischer und strategischer ist, wenn es darum geht, die Mittel bereitzustellen, die es wissenschaftlichen Unternehmungen der Nation ermöglichen, zu gedeihen", schrieb die damalige AGU-Vorstandsvorsitzende Chris McEntee.

Nach dem Start erklärt der Pace-Projektwissenschaftler Jeremy Werdell in einem Beitrag der Nasa: "Wir waren so zuversichtlich, wie man nur sein kann, dass wir einen Weg finden würden, durchzuhalten. Wir haben unsere Moral hochgehalten."

  1. Erkenntnisse für die langfristigen Klimaauswirkungen erlangen
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