Erkenntnisse für die langfristigen Klimaauswirkungen erlangen

Neben der reinen Klimaforschung wird die Mission noch andere Aufgaben übernehmen: etwa die Überwachung der schädlichen Algenblüten wie rote Fluten. Oder die Konzentrationen von Plankton, das große Fischpopulationen ernährt. Mit den täglich gesammelten Daten können Faktoren über mehrere Jahre hinweg beobachtet werden.

"Um die Unterstützung für Missionen wie Pace aufrechtzuerhalten, hängt es wirklich davon ab, dass wir die Art der Wissenschaft, die wir betreiben, bekanntmachen und erklären, warum sie für die Gemeinschaften zu Hause und auf der ganzen Welt so wichtig ist", erklärt St. Germain.

Der Hauptsensor (Ocean Color Instrument) des Raumfahrzeugs reagiert sehr empfindlich auf kleine Farbveränderungen – ist also hyperspektral. Herkömmliche Ozean-Bildgebungsinstrumente können etwa acht Farben unterscheiden. Das Phytoplankton im Ozean und Aerosole in der Atmosphäre reflektieren jedoch viel mehr Farben. Der Pace-Sensor kann deswegen mehr als 200 Farben in einem breiten Spektrum des Sonnenlichts erfassen.

Zwei Polarimeter-Instrumente werden zudem die Eigenschaften von Aerosolen messen. Dabei sollen sie den Unterschied zwischen Partikeln aus Saharastaub, der über den Ozean geweht wurde, und dem Rauch eines Waldbrandes erkennen können.

"Wenn wir also genau wissen, welche Arten von Aerosolen wir haben, wo sie sind und woher sie kommen, hilft uns das, besser zu verstehen, wo sich Wolken bilden, wie lange es dauern wird, bis sie regnen, und wie hoch sie werden", erklärt der Nasa-Atmosphärenwissenschaftler Andy Sayer.

Der Start der Mission

Der Launch der Mission erfolgte am Morgen des 8. Februars 2024 um 7:33 Uhr (MEZ, 1:33 Uhr EST) vom Weltraumbahnhof Cape Canaveral (Florida, USA). Aufgrund schlechter Wetterbedingungen wurde die Mission mit einer zweitägigen Verspätung gestartet. Als Raumfahrzeug kam die Falcon-9-Rakete von SpaceX zum Einsatz.

Etwa zwölf Minuten nach dem Start wurde der fast zwei Tonnen schwere Pace-Satellit an seinen Zielort gebracht: einer polaren Umlaufbahn in einer Höhe von etwa 676 Kilometern. Zum ersten Mal seit 60 Jahren wurde damit wieder ein Satellit von Cape Canaveral aus in die polare Umlaufbahn befördert. Normalerweise wurden solche Flüge von Kalifornien aus getätigt, doch SpaceX hatte im Jahr 2020 den Korridor der polaren Raumflüge für kommerzielle Missionen wieder geöffnet.

Pace soll für die nächsten drei Jahre betrieben werden. Der Satellit verfügt jedoch über genug Treibstoff für eine Missionsverlängerung. Theoretisch könnte er mehr als ein Jahrzehnt in seiner Erdumlaufbahn verbringen. Die ersten Daten sollen 60 Tage nach Missionsbeginn als Open Source zur Verfügung stehen.

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 Klimasatellit Pace: Nasa startet Trumps-Hassprojekt ins Weltall
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