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Steigende CO2-Preise machen fossiles Heizen immer teurer

"Auch die Wirkung des CO2-Preises ist in vielen Köpfen noch nicht angekommen" , sagt Arnold-Drmic. Denn steigende CO2-Preise machen ein fossiles Heizen mit Öl oder Erdgas immer teurer.

Startet 2027 das Europäische Emissionshandelssystem 2 ( EU-ETS 2), könnte sich der Emissionspreis für eine Tonne CO2 von derzeit 55 Euro durchaus vervielfachen. "Wer das weiß, wird sich sehr gut überlegen, ob er eine neue Gas- oder Ölheizung einbaut" , sagt Arnold-Drmic.

Zugleich ließe sich auch die Mär von der hauseigenen, klimafreundlichen Wasserstoffheizung ausräumen. Denn in den kommenden zwei Jahrzehnten wird dieses Gas für die Dekarbonisierung von Industrieprozessen oder für die Gewinnung von Flugtreibstoffen dringend benötigt. Zum Verheizen ist der vielseitige Wasserstoff schlicht zu schade.

"Alle, die eine neue Heizung planen, sollten auch die Wärmeplanung ihrer Kommune verfolgen" , sagt Arnold-Drmic. Denn sollte ein Fernwärmeanschluss locken, wäre keine eigene Wärmepumpe mehr nötig.

Allerdings sei heute noch keine endgültige Planungssicherheit gegeben, zumal die erstellten Wärmepläne nicht verbindlich sind. Aber nach und nach wird die Umsetzung der Pläne immer konkreter werden. Und dabei sei es laut Arnold-Drmic durchaus sinnvoll, alle paar Jahre die Wärmeplanung und die darauf aufbauenden Projekte zu bewerten und neu zu justieren.


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