Klimakrise: Staatenallianz will Ende von Öl- und Gasförderung

Dänemark und Costa Rica starten eine Initiative namens Beyond Oil and Gas Alliance (BOGA). Deutschland ist bisher nicht dabei.

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So soll es nicht weitergehen: eine Ölförderplattform im dänischen Teil der Nordsee im Ölfeld Tyra East.
So soll es nicht weitergehen: eine Ölförderplattform im dänischen Teil der Nordsee im Ölfeld Tyra East. (Bild: tom jervis/Wikimedia Commons/CC-BY 2.0)

Zwei Länder haben sich verpflichtet, die Öl- und Gasförderung auf ihrem Staatsgebiet zu beenden - und hoffen auf verbündete Staaten. Im Rahmen einer Veranstaltung der Internationalen Agentur für Erneuerbare Energien haben Dänemark und Costa Rica am 16. September die Beyond Oil and Gas Alliance (BOGA) angekündigt.

Inhalt:
  1. Klimakrise: Staatenallianz will Ende von Öl- und Gasförderung
  2. In Deutschland gibt es keine Pläne für ein Ende der Ölförderung

Darin verpflichten sich die Staaten, keine neuen Öl- und Gasförderprojekte auf ihrem Staatsgebiet zu genehmigen. Offiziell gestartet werden soll die Initiative während der bevorstehenden Klimakonferenz COP26 im November.

Die Initiative verfolgt einen Ansatz, der in der Klimapolitik bislang eher vernachlässigt wurde. Denn die hat sich bisher meist auf den Ausstoß von Treibhausgasen auf der Nachfrageseite konzentriert.

Widerspruch zwischen Klimaschutzzielen und Ölförderung

Das führte vielfach zu äußerst widersprüchlichen Situationen. Viele Staaten haben sich einerseits ambitionierte Klimaschutzziele auferlegt, während sie gleichzeitig die eigene Öl- und Gasindustrie weitgehend unbehelligt lassen.

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So hat etwa die Regierung im Vereinigten Königreich vergleichsweise ambitionierte Klimaschutzziele, gleichzeitig gibt es gerade heftige Debatten darüber, dass vor der schottischen Küste neue Ölförderlizenzen vergeben werden sollen.

Auch in Norwegen, das sich selbst als Klimaschutzvorreiter sieht, gab es zuletzt im Wahlkampf kontroverse Diskussionen über die Zukunft der dortigen Ölindustrie. Die dortigen Wahlgewinner, die Sozialdemokraten, sehen bislang keinen Anlass, die Ölförderung einzuschränken, sie sind aber wohl auf ein Bündnis mit kleineren Parteien angewiesen, die der Ölindustrie kritischer gegenüberstehen.

Ob die Beyond Oil and Gas Alliance ein Erfolg wird, dürfte auch davon abhängen, wie viele relevante Ölförderstaaten sich den Forderungen anschließen. Die beiden Gründernationen spielen im Ölgeschäft keine große Rolle. In Costa Rica gibt es bislang überhaupt keine Ölförderung.

Erneuerbare Energien und Klimaschutz: Hintergründe - Techniken und Planung - Ökonomie und Ökologie - Energiewende (Deutsch)

In Dänemark hingegen spielt die Ölindustrie durchaus eine wichtige Rolle. "Dänemark ist traditionell ein Ölstaat", sagte dazu der dänische Klimaschutzminister Dan Jørgensen bei der Vorstellung der Initiative. "Wir haben unseren Sozialstaat seit Jahrzehnten zu einem großen Teil mit Geldern aus der Öl- und Gasindustrie finanziert."

In Deutschland spielt die Öl- und Gasindustrie eine eher geringe Rolle. Konkrete Pläne, sich der Initiative anzuschließen, gibt es bislang wohl nicht.

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In Deutschland gibt es keine Pläne für ein Ende der Ölförderung 
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sigii 23. Sep 2021

Vlt magst du auch einfach Mal selbst deine Reaktion hinterfragen. Bist du eher der Mensch...

x2k 19. Sep 2021

Die Energie menge die von öl kohle und gas gedeckt ist fehlt trotzdem und wenn die nicht...

McWiesel 17. Sep 2021

.... erst gerade vor ein paar Tagen wurde auf zu den zu Dänemark gehörenden Färöer-Inseln...

senf.dazu 17. Sep 2021

Schon wahr, aber der Fall ist inzwischen anders gelagert. Auch ist's so das in der...



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