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Klimakrise: Planet im Stress

Der Mensch beeinflusst den Zustand der Erde nicht nur durch den Ausstoß von Treibhausgasen. Neue Forschung zeigt, wie dringend wir gegensteuern müssen.
/ Dirk Eidemüller
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So sah die Erde für die Astronauten der Artemis-II-Mission aus. (Bild: Nasa)
So sah die Erde für die Astronauten der Artemis-II-Mission aus. Bild: Nasa
Inhalt
  1. Klimakrise: Planet im Stress
  2. Saure Ozeane
  3. Ist das menschliche Terraforming einzigartig?

Dieser Golem-Plus-Text ist 24 Stunden lang frei verfügbar.

Immer wieder wird infrage gestellt, ob der Einfluss des Menschen auf unseren Planeten einzigartig ist. Mitunter wird bestritten, dass der Klimawandel vom Menschen verursacht wird – obwohl die wissenschaftliche Beweislage eindeutig ist und mit elementaren physikalischen Kenntnissen vom Prinzip her nachvollzogen werden kann.

Doch neben den steigenden Temperaturen gibt es noch eine ganze Reihe weiterer Parameter, bei denen sich der negative Einfluss des Menschen bemerkbar macht. Das Potsdam-Institut für Klimafolgenforschung (PIK) hat das in seinem Planetary Health Check(öffnet im neuen Fenster) ausführlich untersucht.

"Bei den meisten planetaren Belastungsgrenzen spitzt sich die Lage weiter zu,"sagt Boris Sakschewski(öffnet im neuen Fenster), Wissenschaftler am PIK(öffnet im neuen Fenster). "Letztes Jahr wurden sieben von neun planetaren Belastungsgrenzen überschritten, eine mehr als im Vorjahr. Hierbei handelt es sich um die Ozeanversauerung, die jetzt ebenfalls den als sicher erachteten Bereich verlassen hat."

Alarmierendes Bild

Insgesamt zeichnet der Bericht ein alarmierendes Bild. Nur bei zwei Belastungsgrenzen gibt es positive Entwicklungen: Sowohl bei der Ozonschicht als auch bei den Aerosolen bleibt die Lage konstant beziehungsweise hat sich sogar leicht verbessert. "Dazu muss man wissen, dass dies kein Zufallsergebnis ist, sondern das Ergebnis internationaler Abkommen, die über die Jahre und Jahrzehnte sehr positive Wirkung gezeigt haben. Die Ozonschicht, die uns vor der UV-Strahlung der Sonne schützt, war durch die Fluorchlorkohlenwasserstoffe aus Kühlschränken, Klimaanlagen, Spraydosen etc. teilweise schon stark zersetzt worden. Das Montreal-Abkommen hat diese Stoffgruppe streng geregelt und dadurch zum Schutz der Ozonschicht geführt,"sagt Sakschewski. Ähnlich sieht es mit internationalen Abkommen aus, die etwa den Einsatz stark aerosolproduzierender Treibstoffe im Schiffsverkehr regulieren.

Doch bei den anderen Belastungsgrenzen bleiben solche internationalen Abkommen leider aus – beziehungsweise gestaltet sich die Diplomatie als äußerst schwerfällig. "Eines der Kardinalprobleme ist natürlich der Klimawandel", sagt der Forscher. "Er sorgt für eine Bandbreite von Problemen von Wetterextremen bis zum Meeresspiegelanstieg."

Die menschengemachten Treibhausgasemissionen sind der größte Treiber für Umweltprobleme und den Verlust von Biodiversität.

Die Forscher identifizierten aber noch weitere Belastungsgrenzen. Jede für sich kann unseren Planeten destabilisieren. So ist zum Beispiel die Ozeanversauerung ein Prozess, der ebenfalls durch CO₂-Emissionen angetrieben wird. Diese Grenze wurde nun erstmalig überschritten.


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