Klimakrise: Kompetenzzentrum soll Kommunen bei Wärmewende beraten

Ein großer Teil des Energiebedarfs in Deutschland entfällt auf die Wärmeversorgung. Eine neue Stelle will bundesweit bei der Wärmeplanung helfen.

Artikel veröffentlicht am , /dpa
Die Wärmewende muss wohl stärker als bisher über die Kommunen gesteuert werden.
Die Wärmewende muss wohl stärker als bisher über die Kommunen gesteuert werden. (Bild: Romain Longieras / Hans Lucas via Reuters Connect)

In Halle (Saale) sollen künftig Informationen zur kommunalen Wärmeplanung gebündelt und Hilfsangebote für Kommunen bei ihrer Wärmeversorgung geschaffen werden. Das neu eröffnete Kompetenzzentrum Kommunale Wärmewende (KWW) wirke hoffentlich als regionaler Motor des Strukturwandels und Unterstützer der Kommunalen Wärmewende, sagte ein Sprecher der Deutsche Energie-Agentur GmbH (Dena) bei der Eröffnung des Zentrums am Donnerstag. Die Dena baut das Zentrum im Auftrag des Bundesministeriums für Wirtschaft und Klimaschutz auf.

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Die Wärmewende gilt als zentraler Teil der Energiewende. Ein Großteil der Energie in Deutschland wird zum Heizen und Kühlen von Gebäuden sowie für Warmwasser eingesetzt. Fast 70 Prozent der Wärme werde dabei noch mit fossilen Brennstoffen erzeugt. Dazu gehören Kohle und importiertes Gas. Deutschlandweit soll laut Koalitionsvertrag bis 2030 die Hälfte der Wärmeproduktion klimaneutral geschehen.

Aktuell arbeiten 13 Mitarbeiter und vier Werksstudenten für das KWW am neu gegründeten Standort in der Leipziger Straße, sagte der Leiter Robert Brückmann. Bis 2025 wolle man die Belegschaft auf bis zu 30 Stellen aufstocken. Das Geld dafür stammt laut Brückmann aus Mitteln für den Strukturwandel in den Kohleregionen. In den ersten fünf Jahren stehen dem Zentrum demnach rund 23 Millionen Euro zur Verfügung.

Beratung für Kommunen und Energieversorger

Das neu geschaffene KWW sei kein klassisches Zentrum für Verbraucherfragen, sagte Brückmann. "Die Flughöhe, auf der wir Fragen beantworten, ist vermutlich für viele Bürger nicht wahnsinnig interessant." Es sei eher so, dass sich Vertreter der Kommunen und der Energieversorger an das Zentrum wenden würden, erklärte er. "Die möchten dann wissen: 'Hör zu, wir sehen, dass wir unsere Wärmeversorgung grundlegend verändern wollen. Wie müssen wir das machen?'" Das KWW würde dann seinerseits unter anderem die Kommunen mit Fachexperten in Verbindung setzen.

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Die Zielgruppe seien klar die Kommunen, ergänzte Staatssekretär des sachsen-anhaltischen Ministeriums für Wissenschaft, Thomas Wünsch. Es gebe bereits erste Projekte zur kommunalen Wärmewende in der Strukturwandel-Region: Hohenmölsen, Weißenfels und auch Sangerhausen habe erste Überlegungen adressiert. "Genau dafür soll das Kompetenzzentrum unter anderem auch arbeiten", führte Wünsch aus.

Bereits seit Anfang des Jahres arbeiten die Mitarbeiter für das KWW. Es gebe bereits interessierte Nachfragen aus dem europäischen Ausland, sagte Andreas Kuhlmann, Vorsitzender der Dena-Geschäftsführung. Dänemark, Schweden und Frankreich seien interessiert an dieser Schnittstelle zwischen den Bundesanforderungen an die Wärmewende und den kommunalpolitischen Perspektiven. Sie fragten nach Lösungsansätzen, denn das Problem sei zwar komplex, biete aber "unfassbar" viele Chancen.

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