Klimakrise: Investitionen verhageln Digitalkonzernen die Klimabilanz

Für Konzerne wie Microsoft, Alphabet oder Meta verdoppeln sich die Treibhausgasemissionen, wenn man Finanzinvestitionen berücksichtigt.

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Praktisch alle großen Digitalkonzerne wollen klimaneutral werden, doch bisher berücksichtigen sie dabei nicht, wo sie ihr Geld anlegen.
Praktisch alle großen Digitalkonzerne wollen klimaneutral werden, doch bisher berücksichtigen sie dabei nicht, wo sie ihr Geld anlegen. (Bild: geralt/Pixabay/CC0 1.0)

Viele Digitalkonzerne haben sich in den letzten Jahren Klimaschutzziele gesetzt und streben an, ihre Treibhausgasemissionen zu reduzieren und perspektivisch Klimaneutralität zu erreichen. Doch dabei berücksichtigen sie bislang meist nicht, welche Auswirkungen ihre Finanzinvestitionen haben.

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Ein von drei Umweltorganisationen veröffentlichter Bericht mit dem Titel The Carbon Bankroll versucht, diese durch Geldinvestitionen verursachten Emissionen abzuschätzen.Vor allem für Digitalkonzerne sind die Ergebnisse relevant, denn sie haben vergleichsweise geringe eigene Emissionen.

Für Microsoft, Alphabet oder Meta gilt laut dem Bericht, dass sich die Treibhausgasemissionen dieser Firmen etwa verdoppeln, wenn man die Finanzinvestitionen berücksichtigt. Der Bericht basiert dabei allerdings teilweise auf Schätzungen, da detaillierte Informationen über die Finanzinvestitionen der Konzerne nicht öffentlich sind.

Die vier großen US-Banken - JPMorgan Chase, Bank of America, Wells Fargo und Citi - haben laut dem Bericht seit 2015, dem Jahr des Pariser Klimaschutzabkommens, insgesamt etwa 1,2 Billionen US-Dollar in die Förderung fossiler Energien investiert. Für die dadurch verursachten Kohlendioxidemissionen müssten sich nach Ansicht der Verfasser des Berichts die Konzerne, die dort ihr Geld lagern, mitverantwortlich fühlen.

Finanzinvestitionen werden bei Emissionsbilanz meist ignoriert

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Bei der Klimabilanz von Konzernen wird oft das Greenhouse Gas Protocol der Organisation World Resource Institute verwendet. Darin sind durch Finanzinvestitionen verursachte Emissionen eigentlich bereits als Teil des sogenannten Scope 3 vorgesehen, doch die wenigsten Firmen berücksichtigen das bisher.

Von den im Bericht erwähnten Firmen hat sich nur eine - Salesforce - direkt geäußert. Dort begrüßt man die Analyse. Gegenüber dem Autor Bill McKibben, der für die Zeitschrift New Yorker einen längeren Artikel über den Bericht geschrieben hat, wollte sich Googles Nachhaltigkeitsteam nicht direkt äußern. Laut McKibben wollen sich dessen Vertreter die Zahlen des Berichts aber im Detail anschauen.

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