Klimakrise: Intel baut Rechenzentrum für Tests zur Nachhaltigkeit

Mit 700 Millionen US-Dollar will Intel die Kühlung und Abwärme von Rechenzentren erforschen. Eine Immersionskühlung wird Open Source.

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Intel baut ein Testrechenzentrum für seine Initiative zur Nachhaltigkeit.
Intel baut ein Testrechenzentrum für seine Initiative zur Nachhaltigkeit. (Bild: Caroline Humer/Reuters)

Auf seinem Campus in Hillsboro im US-Bundesstaat Oregon will der Chiphersteller Intel ein "Mega-Lab" mit in einer Investitionssumme von 700 Millionen US-Dollar bauen, wie das Unternehmen mitteilt. Damit sollen die Möglichkeiten eines nachhaltigeren Betriebs großer Rechenzentren erforscht und erprobt werden.

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Auf einer Fläche von fast 2 Hektar baut Intel ein eigenes Rechenzentrum, das bis Ende 2023 fertiggestellt werden soll. Darin will das Unternehmen sein gesamtes Enterprise-Portfolio für Rechenzentren selbst testen und nutzen.

Der Hersteller zählt dazu neben seinen Xeon-CPUs auch Intel-Optane, Netzwerk- und Switch-Geräte, die Agilex-FPGAs, die Xe-GPU-Architektur sowie auch die KI-Beschleuniger aus dem Zukauf von Habana Labs und mögliche weitere Produkte. Die Testumgebung soll als Technologie-Showcase auch interessierten Kunden zu Verfügung gestellt werden, womit Intel eine beschleunigte Nutzung seiner Produkte erreichen will.

Intel erforscht Kühlung und Abwärme

Mit dem hauseigenen Testrechenzentren will Intel eigenen Angaben zufolge vor allem drei Bereiche erproben: "Immersionskühlung, effektive Wassernutzung, Wärmerückgewinnung und -wiederverwendung".

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Bei der Immersionskühlung werden sämtliche Komponenten eines Servers in eine nicht leitende Flüssigkeit getaucht, die in einem Kühlkreislauf zirkuliert. Das soll vor allem Energiekosten sowie auch den benötigten Platz und den Wasserverbrauch reduzieren. Ein von Intel selbst erstelltes System zur Immersionskühlung ist außerdem als "Open IP Data" verfügbar, so dass es nachgebaut werden kann. Das Design und Demo-Konzept werde bereits mit Partnern in Taiwan getestet, teilte das Unternehmen mit.

Die für den Betrieb der Chips in Rechenzentren benötigte Energie wird für die großen Cloudanbieter ebenso wie für die Chiphersteller selbst immer mehr zu einem Problem mit Blick auf die Klimakrise und die eigenen Unternehmensziele zur Nachhaltigkeit. Neben dem Bezug von Strom aus erneuerbaren Energie gerät dabei auch immer mehr die anfallende Abwärme in den Fokus.

So testet Microsoft die Möglichkeit, Fernwärme zu liefern. Auch im Großraum Frankfurt am Main wird am DE-CIX damit experimentiert, die Abwärme der Rechenzentren zum Heizen zu nutzen. Der Digitalverband Bitkom kritisierte Anfang dieses Jahres, dass die in Deutschland in Rechenzentren anfallende Abwärme zu wenig genutzt werde.

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