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Flexibilität ist das große Plus der Mehrzweck-Inseln

Da die Module untereinander immer zusammenpassen, lassen sie sich zu künstlichen Inseln unterschiedlicher Größe kombinieren. So können sie flexibel dort errichtet werden, wo Bedarf besteht und gute Bedingungen zur Erzeugung von Wind- und Sonnenstrom vorherrschen. Beispielsweise könnte man Offshore-Windenergie-Anlagen mit Algen- und Fischfarmen koppeln oder mit Elektrolyseuren, um direkt auf dem Ozean grünen Wasserstoff herzustellen.

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Letzteres war ursprünglich nicht geplant, als das Space@Sea-Projekt des Horizon-2020-Programms der EU an den Start ging. Doch "die schwimmenden Inseln sind stabil genug für alle möglichen Anwendungen, auch für die Herstellung von Wasserstoff", sagt Projektleiter Flikkema. Dazu könnte man sie in der Nähe eines Windparks ansiedeln.

Grüner Wasserstoff und Power-to-X seien machbar, bestätigte uns auch Frank Adam. Adam leitet als Ingenieur am Lehrstuhl für Windenergietechnik der Universität Rostock jene Forschungsgruppe, die sich für Space@Sea mit dem Design einer energieautarken Wartungsplattform befasst hat. Die Module sollen aus stahlbewehrtem Beton bestehen und eine Grundfläche von circa 45 x 45 Metern haben. Ihr Tiefgang liegt bei vier Metern. Mit Hilfe langer Trosse werden sie am Meeresgrund verankert.

Bald erste Tests im Mittelmeer?

Im Rahmen des Forschungsprojekts wurde auch ein Szenario entwickelt, wie und wo man das Konzept als Demonstrator realisieren könnte. Demnach könnten die ersten Mehrzweckinseln im Hafen von Marseille produziert und im Golf von Lyon zu Testzwecken installiert werden. Für die Erprobung wurde ein Gebiet rund 60 Kilometer vor der französischen Mittelmeerküste ausgewählt, wo das Wasser bis zu 200 Meter tief ist. Für reguläre Windparks kommt es somit nicht infrage; schwimmende Windenergie-Anlagen könnte man dort jedoch gut nutzen, ebenso schwimmende Solaranlagen.

"Solche Anlagen haben ja ein großes Potenzial zur Erzeugung von regenerativer Energie", sagte uns Gerrit Olbert von der Technischen Universität Hamburg (TUHH). Der Einsatz von Spezialschiffen und Hubschraubern für die Wartung derartiger Systeme ist allerdings sehr teuer. "Das heißt, die Anlagen zur Energieerzeugung brauchen zur Unterstützung auch schwimmende Wartungsanlagen. Mit den im Projekt entwickelten Modulen - dem Energyhub@Sea - können wir solche Offshore-Wartungsanlagen weit vor der Küste zusammensetzen und betreiben."

Erneuerbare Energien und Klimaschutz: Hintergründe - Techniken und Planung - Ökonomie und Ökologie - Energiewende (Deutsch)

Der Schiffsbau-Ingenieur am Institut für Fluiddynamik und Schiffstheorie gehört zum Forschungsteam, das für die Installation und den Transport so einer Anlage ein Handbuch entwickelt hat. Darin wurden die Abschlepp- und Einsetzungsverfahren sowie die Berechnung der Installationsdauer und Kosten untersucht. "Die Installation einer Insel aus etwa 70 Modulen würde voraussichtlich einen Sommer lang andauern. Darin sind auch die Ausfallzeiten einkalkuliert, die aufgrund schlechter Wetterbedingungen eintreten können", erläutert Olbert. "Unsere Forschung ermöglicht eine sichere, effiziente und detailgenaue Installation der Plattform-Inseln."

Bei einer Vergleichsstudie mit bekannten Wartungstechnologien wurde zudem festgestellt, dass die neu entwickelte schwimmende Wartungsanlage günstiger in Herstellung und Betrieb ist. Laut Adam beträgt die Kostenreduktion etwa 5 bis 15 Prozent, je nach Standort und nur auf die Wartung bezogen.

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 Leben auf dem Ozean: Reif für die autarke Insel
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caldeum 27. Sep 2020

Nun sind aber nicht alle Menschen Minimalisten. Der aktuelle Lebensstandard muss in der...

tovi 24. Sep 2020

Ich glaube die Zielsetzung des Projektes wurde nicht verstanden. Es geht darum neue...

mke2fs 22. Sep 2020

Russland will die Ukraine anektieren? Wäre mir neu, was sollten sie mit dem zerfallenen...

kimhqz 21. Sep 2020

Punkt 1 sehe ich genauso. Habe ich ja geschrieben. Anders bei Punkt 2. Durch Wortwahlen...


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