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"Klimakiller": Grünen-Fraktionschefin für strengere Auflagen bei KI-Rechenzentren

Katharina Dröge will Konflikte beim Bau von KI-Rechenzentren vermeiden und hat sich deshalb mit US-Protestgruppen getroffen. Höhere Umweltauflagen und mehr kommunale Steuern seien nötig.
/ Achim Sawall
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Protestschild gegen Rechenzentrum in Shalersville (Bild: USA Today/Reuters)
Protestschild gegen Rechenzentrum in Shalersville Bild: USA Today/Reuters

Die Fraktionsvorsitzende der Grünen im Bundestag, Katharina Dröge, hat bei ihrem USA-Besuch Verständnis für die Proteste der Bevölkerung gegen den Bau von Rechenzentren geäußert. "Die Planung neuer Rechenzentren ist zeitgleich auch zu dem Ort des Protests geworden, an dem sich der Widerstand gegen die übergroße Macht der US-Tech-Konzerne formiert", erklärte Dröge in einem Strategiepapier, das dem Spiegel (Paywall)(öffnet im neuen Fenster) vorliegt.

Die Politikerin traf sich am 26. August 2026 in Cleveland mit Aktivisten der Initiative Conserve Ohio(öffnet im neuen Fenster). Sie forderte, aus den US-Protesten Lehren für ähnliche Projekte in Deutschland zu ziehen.

Leistungsstarke KI-Modelle und die für ihre Anwendung durch Rechenzentren benötigte Rechenleistung seien zentral für die Zukunft des Wirtschaftsstandorts Deutschland, heißt es in dem Papier. "Das Beispiel der USA zeigt jedoch, dass ein ungesteuerter Ausbau der Rechenzentren zu erheblichen gesellschaftlichen Konflikten führen kann."

Tatsächlich richtet sich der lokale Widerstand gegen die Überlastung der Stromnetze, steigende Strompreise für Anwohner und einen sinkenden Grundwasserspiegel.

KI-Boom soll nicht zum Klimakiller werden

Für den Ausbau der Rechenzentren-Infrastruktur in Europa brauche es daher "einen Plan für eine nachhaltige, gesellschaftlich getragene Entwicklung". Das bedeute unter anderem Strom aus zusätzlicher erneuerbarer Energie, Nutzung der Abwärme, geringen Wasserverbrauch und Verzicht auf klimaschädliche Kältemittel. "So schaffen wir schnell Rechenleistung, ohne dass der KI-Boom zum Klimakiller wird", erklärte Dröge.

Weil Rechenzentren große Flächen, viel Strom und andere Ressourcen verbrauchten, müssten die Kommunen, in denen sie errichtet werden, davon profitieren, fordert die Grünen-Wirtschaftsexpertin. Die Gewerbesteuer müsse sich nicht nur an gezahlten Löhnen, sondern bei Großbetrieben mit geringen Beschäftigtenzahlen auch am Stromverbrauch ausrichten.


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